Laura Postma (GRÜNE): Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen der demokratischen Fraktionen! Nordrhein-Westfalen ist exzellenter Forschungsstandort. Die Größe, Vielfalt und Professionalität der nordrhein-westfälischen Wissenschaft in ihrer Breite sind von enormem Wert für unser Land. Das beweisen wir auch in dieser Plenarwoche, indem wir all die unterschiedlichen Akteure stärken.
Denn Wissenschaft ist unerlässlich bei der Bewältigung der Krisen unserer Zeit: von Energiewende über Verkehrswende, von Quantencomputing bis Klimaschutz. Sie ist damit unerlässlicher Pfeiler unserer Demokratie. Exzellente Forschung bringt Fortschritt für unsere Gesellschaft, für Nachhaltigkeit, für sozialen Zusammenhalt und für wirtschaftliches Wachstum. Deswegen haben wir bereits im letzten Jahr deutlich gemacht: Wir in NRW unterstützen unsere Universitäten, die sich an der Exzellenzstrategie beteiligen.
Vor wenigen Tagen, am 11. März, haben der Wissenschaftsrat und die Deutsche Forschungsgemeinschaft bekannt gegeben, dass die Uni Bonn und die RWTH Aachen weiterhin den Status einer Exzellenzuniversität haben werden. Sie werden ab Januar 2027 für weitere sieben Jahre gefördert.
Für Aachen und die Region bedeutet das weitere sieben Jahre Förderung für umweltfreundliche flüssige Energieträger, Quantencomputer und nachhaltiges Bauen. Das bedeutet weitere sieben Jahre exzellente Forschung aus Aachen für technischen und gesellschaftlichen Fortschritt. Gerade mit den Clustern Fuel Science Center und Climate-Neutral and Resource-Efficient Construction beantworten Forschende die drängenden Fragen auf dem Weg zur Klimaneutralität, und Quantencomputing ist eine entscheidende Schlüsseltechnologie auf dem Weg zur nächsten digitalen Revolution. In Zukunft könnte es damit heißen: Fortschritt made in Aachen.
(Beifall von den GRÜNEN und der CDU)
Spitzenforschung ist immer international. Als Exzellenzuniversität holt die RWTH nicht nur international exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Aachen, um gemeinsam an zukunftsweisenden Themen zu forschen, sondern ist auch für die Ausbildung von Nachwuchskräften hochattraktiv. Als Region im Dreiländereck mit Belgien und den Niederlanden und mit dem europäischen Gedanken in unserer DNA heißen wir internationale Wissenschaftler*innen bei uns in einer vielfältigen, bunten Gesellschaft willkommen. Nur so kann internationale Zusammenarbeit gelingen.
Forschung ist für uns dabei gleichzeitig Auftrag, für eine offene Gesellschaft zu streiten. Für die vielen Studierenden in Aachen ist es eine lebendige und vielfältige Stadt, in der viele von Ihnen auch über ihr Studium hinaus heimisch werden.
(Beifall von den GRÜNEN und der CDU)
Für Aachen und die gesamte Region bedeutet die Weiterförderung als Exzellenzuniversität aber auch darüber hinaus Strahlkraft. Für Unternehmen sind das internationale und kreative Umfeld der Universität, die Fachhochschulen und auch das Forschungszentrum Jülich hochattraktiv, um sich anzusiedeln, von Baesweiler über Aachen bis Monschau, als Neugründung in den Kooperationen oder um zu wachsen. Aachen zählt zu den führenden Start-up-Städten NRWs und ganz Deutschlands. Innovationen aus Forschung finden hier ihren Weg in Wirtschaft und Gesellschaft.
Exzellente Forschung ist Motor für Innovationen. Ich freue mich daher sehr, dass die RWTH Aachen und auch die Uni Bonn weiter als Exzellenzuniversitäten gefördert werden. Wir als schwarz-grüne Koalition werden unsere Universitäten in Nordrhein-Westfalen, die sich weiterhin auf den Weg machen, Exzellenzuniversitäten zu werden, auf diesem Weg ganz klar unterstützen. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
(Beifall von den GRÜNEN und der CDU)
