Die Universität Bonn und die RWTH Aachen haben ihren Status als Exzellenzuniversitäten erfolgreich verteidigt. Die Entscheidung über die Förderung der Universität zu Köln, der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund steht noch aus. Vor diesem Hintergrund hat sich der Landtag in einer Aktuellen Stunde mit Wissenschaft und Forschung auseinandergesetzt. Dazu erklärt der wissenschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Raphael Tigges:
„Spitzenforschung fällt nicht vom Himmel. Sie braucht Freiheit und Finanzierung. Es braucht kluge Köpfe und eine gute Infrastruktur, in der sich diese Kräfte entfalten können. Trotz knapper Haushalte können wir es uns nicht leisten, hier nicht zu investieren – wir müssen attraktiv bleiben für die wissenschaftlichen Kapazitäten und Talente. Deshalb sind und bleiben wir ein verlässlicher Partner für die gesamte Wissenschaftslandschaft. Dass die Universität Bonn und RWTH Aachen als Exzellenzuniversitäten für weitere sieben Jahre gefördert werden, zeigt, wie hoch die Qualität von Forschung, Lehre und Transfer in unserem Bundesland sind. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit, kluger Entscheidungen und einer klaren Ausrichtung auf Zukunftsthemen. Nordrhein-Westfalen setzt Maßstäbe für Hochschulen in ganz Deutschland. Technologische Umbrüche, geopolitische Spannungen und gesellschaftliche Entwicklungen stellen uns vor enorme Herausforderungen. Wir müssen ihnen mit der Hilfe von Wissenschaft und Wirtschaft begegnen. Zukunftsgerichtete Forschungsergebnisse und fundierte Innovationen sind ausschlaggebend für den wirtschaftlichen Erfolg in Nordrhein-Westfalen.“
Mit zwei weiteren Anträgen und einem Gesetzentwurf in diesem Plenum stärken die Landtagsfraktionen von CDU und Grünen die Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft und die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste sowie die Studierendenwerke der Hochschulen. Dazu erklärt Julia Eisentraut, wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion:
„Wir stärken die Wissenschaftslandschaft in Nordrhein-Westfalen. Ein wesentlicher Punkt unserer Initiativen in dieser Woche ist: Wir machen die Studierendenwerke zukunftssicher. Sie sind das soziale Rückgrat unserer Hochschullandschaft – durch ihre Angebote beispielsweise bei bezahlbarem Wohnraum, gutem Mensaessen, Beratung, Kinderbetreuung und BAföG-Verwaltung machen sie ein Studium oft erst möglich. Daher unterstützen wir sie bei der Umsetzung der Empfehlungen eines Expertengutachtens, etwa beim Energiesparen oder bei effizienteren Abläufen in Produktion, Logistik und Verwaltung. Wir stärken zudem die Entscheidungsstrukturen in den Studierendenwerken und sorgen gleichzeitig für eine verlässliche Finanzierung.
Außerdem unterstützen wir die Institute der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft (JRF) mit Mitteln aus dem NRW-Plan bei der energetischen Sanierung ihrer Gebäude und bei der Digitalisierung ihrer Arbeit. Die Einrichtungen der JRF stehen für interdisziplinäre und anwendungsnahe Forschung. Sie fördern in besonderem Maße den Transfer von Wissen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Dieses Wissen stärkt die Innovationskraft unseres Landes, hilft bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen und unterstützt den Weg zu einem modernen, klimaneutralen Industrieland.“
