Die globale Textilindustrie und NRW – Verantwortung für faire Arbeit weltweit – Spotlight Bangladesch
Die Produktionsbedingungen in der Textilindustrie stehen leider seit Jahren sinnbildlich für prekäre Arbeitsbedingungen, Menschenrechtsverletzungen und Umweltschädigungen.
Dennoch geraten die prekären Produktionsbedingungen in der aktuellen Debatte zunehmend in den Hintergrund. Dabei betrifft uns das Thema auch in Nordrhein-Westfalen ganz konkret. Wir sind Konsument*innen. Pro Kopf werden in Deutschland zirka 18 kg Kleidung gekauft, die oft unter problematischen Bedingungen hergestellt wurde. Zudem ist der Verbrauch von Textilien nach der Lebensmittelherstellung, dem Wohnungsbau und der Mobilität der viertstärkste Faktor, was die Auswirkungen auf Umwelt und Klimawandel angeht.
Gemeinsam mit unserem Gast, Camelia Hasan, Gewerkschafterin und Gender-Beauftragte bei Bangladeschs größter Textil-Gewerkschaft, der National Garment Workers Federation (NGWF), wollen wir die Textilherstellung in Bangladesch in den Fokus unserer Veranstaltung stellen.
Gemeinsam mit unserer Impulsgeberin und Ihnen/Euch möchten wir der Frage nachgehen, wie der Schutz von Menschenrechten und die Stärkung von Arbeitnehmer*innenrechten in globalen Lieferketten wieder stärker in den Fokus rücken können. Wie können wir besonders Frauen in der globalen Textilproduktion unterstützen, die besonders häufig von Ausbeutung, Gewalt und Diskriminierung betroffen sind? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es aus der Perspektive des Landtags Nordrhein‑Westfalen?
Dabei knüpfen wir an den Landtagsbeschluss „Nordrhein-Westfalen setzt Zeichen für die Achtung universeller Menschenrechte“ an. Darin hat sich der Landtag Nordrhein-Westfalen zur Internationalen Erklärung der Menschenrechte bekannt und an die Seite all derjenigen gestellt hat, die sich für die Achtung der Menschenrechte, für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit einsetzen.
Wir freuen uns auf die gemeinsame Diskussion.