Wer Jüdinnen und Juden angreift, greift auch die Grundwerte unserer Demokratie an

Davidstern Synagoge

Der Bericht der nordrhein-westfälischen Beauftragten für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur, Sylvia Löhrmann, macht deutlich, dass für das Jahr 2025 über alle Statistiken hinweg ein neuer Höchststand antisemitischer Straftaten und Vorfälle zu verzeichnen ist. Gleichzeitig hebt der Bericht die Bedeutung von lokalem Engagement, Bildungsarbeit und zivilgesellschaftlicher Vernetzung für den Kampf gegen Antisemitismus und für die Stärkung der demokratischen Kultur hervor. Dazu erklären Josefine Paul, Sprecherin im Hauptausschuss der Grünen-Fraktion, und Daniel Hagemeier, Sprecher im Hauptausschuss für die CDU-Fraktion.

Josefine Paul: „Die Zahlen machen auf erschreckende Weise deutlich, dass Antisemitismus längst kein Randphänomen mehr ist. Wir dürfen uns an diese Lage nicht gewöhnen. Judenhass darf nicht zur Normalität werden. Wer Jüdinnen und Juden angreift, greift auch die Grundwerte unserer Demokratie an. Der Bericht macht deutlich, wie notwendig und wichtig Bildungsarbeit und Sensibilisierung auf allen Ebenen sind, ob im schulischen Kontext, der Hochschule, dem Sportverein oder der öffentlichen Verwaltung. Diese Bildungs- und Netzwerkarbeit muss daher nachhaltig und dauerhaft unterstützt werden. Die Vielzahl der durch die Beauftragte geförderten Projekte unterstreicht die Wichtigkeit partizipativer erinnerungskultureller Bildungsarbeit, um historische Zusammenhänge zu verstehen und gleichzeitig aktuelle Tendenzen zu erkennen. Insbesondere die breit angelegte Netzwerkarbeit unterstützt die demokratische Kultur, die wir weiter fördern und ausbauen wollen.“

Daniel Hagemeier: „Die Entwicklung antisemitischer Straftaten in Nordrhein-Westfalen besorgt uns zutiefst. Mit 786 registrierten Straftaten im Jahr 2025 ist erneut ein trauriger Höchststand erreicht. Auch die Zahlen von RIAS NRW bestätigen diese Entwicklung.
Antisemitismus hat in Nordrhein-Westfalen keinen Platz. Jede Form des Antisemitismus – ob rechtsextrem, linksextrem, islamistisch oder israelbezogen – bekämpfen wir mit aller Konsequenz. Der Schutz jüdischen Lebens ist und bleibt eine politische Priorität.
Der Bericht der Antisemitismusbeauftragten Sylvia Löhrmann zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Prävention, Aufklärung und konsequentes Handeln sind. Ihre Arbeit leistet einen unverzichtbaren Beitrag im Kampf gegen Antisemitismus. Wir stehen fest und ohne jede Einschränkung an der Seite der jüdischen Gemeinschaft in Nordrhein-Westfalen.“

CDU und Grüne beantragen Aktue…