Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) sind bis Ende Juni dieses Jahres bereits 1230 Menschen in Nordrhein-Westfalen an Hitze gestorben, mehr als 5000 Menschen deutschlandweit. Die Landtagsfraktionen von CDU und Grünen haben daher eine Aktuelle Stunde für das Plenum in dieser Woche beantragt. Dazu erklären Dr. Jan Heinisch, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion, und Mehrdad Mostofizadeh, Vorsitzender der Grünen-Fraktion:
„Die aktuellen Zahlen zu den Folgen der Hitzewelle führen uns deutlich vor Augen: Hitzeschutz und Klimafolgenanpassung sind keine Zukunftsaufgaben, sondern eine konkrete Herausforderung unserer Zeit. Wenn Tausende Menschen infolge extremer Temperaturen ihr Leben verlieren, zeigt das, wie wichtig wirksame Vorsorge und konsequentes Handeln sind. Speziell ältere Menschen, Pflegebedürftige, chronisch Erkrankte, Kinder und andere vulnerable Gruppen brauchen besonderen Schutz. Wir danken allen, die sich während der Hitzewelle im Juni für andere Menschen eingesetzt haben und ihre unverzichtbare Arbeit trotz der Rekordtemperaturen geleistet haben.
Nordrhein-Westfalen gehört beim Hitzeschutz zu den Vorreitern in Deutschland: Mit dem Klimaanpassungsgesetz, der Klimaanpassungsstrategie des Landes und dem Zentralen Netzwerk für gesundheitsbezogenen Hitzeschutz haben wir Strukturen geschaffen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und konkrete Maßnahmen umzusetzen. Gerade im Gesundheitsbereich unterstützen wir Krankenhäuser und Pflege- und Wohneinrichtungen dabei, ihre Gebäude und Abläufe besser auf Hitzeperioden einzustellen. Gleichzeitig ist klar: Hitzeschutz muss vor Ort gelingen – in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Kitas, Schulen und im öffentlichen Raum. Deshalb unterstützen wir die Kommunen mit Förderprogrammen und finanziellen Mitteln bei der Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen.
Wir müssen gemeinsam konsequent weiter daran arbeiten, Menschen besser zu schützen und unsere Infrastruktur widerstandsfähiger zu machen. Die Aktuelle Stunde bietet die Gelegenheit, den Blick auf das zu richten, was bereits erreicht wurde, aber auch darüber zu sprechen, welche weiteren Schritte notwendig sind.“
