Klocke: Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur muss zügig beantwortet werden

„Infrastruktur-Finanzierung braucht Klarheit und Wahrheit. Der vorlegte Bericht der Verkehrsministerkonferenz macht lediglich Vorschläge, wie die bestehende riesige Finanzierungslücke gemildert werden kann. Der Handlungsdruck ist groß: Jährlich fehlen bundesweit 7 Milliarden Euro für Sanierung und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Noch immer werden hunderte von Millionen Euro in unsinnige Straßenausbau-Projekte gesteckt oder zusätzliche Milliarden in Fehlplanungen, wie Stuttgart 21 oder am Berliner Hauptstadtflughafen, versenkt. Wir brauchen mit Blick auf den Bundes-Verkehrswegeplan 2015 eine klare Priorisierung von Projekten statt willkürlichen "Wünsch dir was"-Listen. 
Die derzeit für LKW über 3,5 Tonnen gesperrte A1-Rheinbrücke bei Leverkusen ist zum Symbol für den Sanierungsstau in NRW geworden. Die Verursacher von Straßenschäden sind zu 99 Prozent LKW. Deshalb ist es nur folgerichtig, die LKW-Maut auch für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen und darüber hinaus auf alle Straßen auszuweiten. Gleichzeitig muss ein Finanzierungs-Fonds geschaffen werden, der die Gelder für Sanierungsmaßnahmen zweckgebunden einsetzt.
In Zeiten überschuldeter Haushalte und der ab 2020 verfassungsrechtlich festgesetzten Schuldenbremse kann die Infrastruktur-Finanzierung nicht ausschließlich über Steuern erfolgen. In NRW fehlen allein in den nächsten zehn Jahren 3,5 Milliarden Euro für die anstehende Sanierung von 400 Autobahnbrücken.“ 

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Verkehrspolitik Dezember 2012