Nordrhein-Westfalen steht geschlossen hinter der deutschen Olympia-Bewerbung

Bunte Ringe by Allison Saeng/unsplash

Der Deutsche Olympische Sportbund hat heute in Baden-Baden entschieden, dass München Deutschland im internationalen Wettbewerb um Olympische und Paralympische Spiele vertreten wird. Die Bewerbung KölnRheinRuhr erhielt trotz eines in Fachwelt und Bevölkerung breit anerkannten Konzepts nicht die Mehrheit der Delegiertenstimmen. Dazu erklären die Fraktionsvorsitzenden Thorsten Schick (CDU), Wibke Brems und Mehrdad Mostofizadeh (Grüne):

„Wir sind stolz auf das, was Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Monaten geleistet hat. Stolz auf eine Bewerbung, die getragen war von Sportlerinnen und Sportlern, von Ehrenamtlichen in tausenden Vereinen, von Menschen, die sich auf Olympia vor der eigenen Haustür gefreut haben. 66 Prozent Zustimmung in den Bürgerentscheiden, Mehrheiten in jeder einzelnen Stadt – so etwas hat es in der deutschen Olympia-Geschichte noch nie gegeben. Das war ein Ja aus dem Herzen einer ganzen Region.

Was KölnRheinRuhr auf den Tisch gelegt hat, war einzigartig: Ein Konzept, das Spitzensport und Nachhaltigkeit zusammenbringt. Kein anderer Bewerber in Deutschland hat so gedacht wie wir: über Stadtgrenzen hinaus, über Landesgrenzen hinaus, von Köln bis Warnemünde, von Dortmund bis Markkleeberg. So viele Menschen hätten Olympia noch nie live erleben können: Schwimmen vor 60.000 Zuschauern auf Schalke, Hockey vor 50.000 Fans in Mönchengladbach, BMX vor der Kulisse der Zeche Zollverein, Fußball-Endspiele im Signal Iduna Park in Dortmund. Ministerpräsident Hendrik Wüst hat es richtig gesagt: Wir hätten die größte Bühne für den größten Moment geboten. Das war kein Versprechen, das war Realität in Beton, Stahl und gelebter Sportbegeisterung.

Heute ist die Entscheidung anders ausgefallen, auch das gehört zum Sport. Jetzt zählt nur eines: Deutschland soll Olympia bekommen. Denn Sport kann Menschen zusammenführen und Zuversicht stiften. Genau das braucht unser Land. Wir gratulieren Bayern und sagen klar: München, wir sind an eurer Seite. Holt die Spiele nach Deutschland!“

Hintergrund: Die Bewerbung KölnRheinRuhr war das einzige bundesländerübergreifende Konzept im Wettbewerb und setzte vollständig auf bestehende und temporäre Sportstätten. Am 19. April 2026 stimmten Bürgerinnen und Bürger in 17 NRW-Kommunen mit breiter Mehrheit für die Olympia-Bewerbung – eine historische Beteiligung.

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