Wir unterstützen den Generationenwechsel auf den Höfen

Landwirtschaft by JedOwen/unsplash

In Nordrhein-Westfalen gibt es rund 33.570 landwirtschaftliche Betriebe. In den kommenden Jahren werden viele Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter in den Ruhestand gehen – ohne dass es eine Nachfolge innerhalb der Familie gibt. Gleichzeitig wollen immer mehr junge Menschen auch ohne landwirtschaftlichen Familienhintergrund einen Betrieb übernehmen, stoßen dabei jedoch oft auf hohe Einstiegshürden. Die Fraktionen von CDU und Grünen wollen den Generationenwechsel auf den Höfen mit einem entsprechenden Antrag unterstützen, der jetzt im Plenum in den Landtag eingebracht wurde. Dazu erklären Markus Höner, Sprecher für Landwirtschaft, Verbraucherschutz, Forsten und ländliche Räume der CDU-Fraktion, und Norwich Rüße, Sprecher für Landwirtschaft der Grünen-Fraktion:

Norwich Rüße: „Die Neugründung von landwirtschaftlichen Betrieben wird häufig von jungen Menschen mit innovativen, nachhaltigen und zukunftsorientierten Ideen vorangetrieben. Die Gründung eines Betriebes ist jedoch mit vielen Herausforderungen verbunden und sehr kostenintensiv. Auch die familiäre Übernahme und Weiterentwicklung eines Hofes oder der Quereinstieg in einen Betrieb, ist oftmals mit weitreichenden Investitionsentscheidungen und Verpflichtungen verbunden. Vor allem junge Landwirtinnen und Landwirte mit geringem Eigenkapital stoßen hier schnell an ihre Grenzen. Mit einer neuen, gezielten Existenzgründungsförderung unterstützen wir daher insbesondere junge Landwirtinnen und Landwirte, die mit innovativen Konzepten neu in der Landwirtschaft durchstarten wollen.“

Markus Höner: „Überall sprechen wir über Start-ups und Unternehmensgründungen – in der Landwirtschaft fehlen jungen Gründerinnen und Gründern aber häufig noch die passenden Instrumente. Dabei ist die Übernahme oder Neugründung eines Hofes besonders kapitalintensiv. Boden, Gebäude, Maschinen und Betriebsmittel erfordern Investitionen, die ohne ausreichende Sicherheiten kaum zu finanzieren sind. Wir wollen deshalb jungen Landwirtinnen und Landwirten den Schritt in die Selbstständigkeit erleichtern. Entscheidend ist für uns eine unbürokratische Förderung, die nicht allein von der bewirtschafteten Fläche abhängt, sondern von einem überzeugenden Betriebskonzept. Auch Förderkredite, Bürgschaften und zinsfreie Anlaufzeiten müssen stärker in den Blick genommen werden. Wer einen Hof übernehmen, neu gründen oder wiederbeleben möchte, soll an seiner Idee und nicht an unnötigen Hürden gemessen werden. Junge Menschen, die Landwirtschaft gestalten wollen, sichern die Zukunft unserer Höfe und unserer ländlichen Räume.“

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