Wir investieren mit den ABC-Klassen in Bildungsgerechtigkeit

ABC by pexels_pixabay

Die Einführung der ABC-Klassen schafft die Möglichkeit, Kinder mit Sprachförderbedarf frühzeitig und verbindlich zu unterstützen – genau dann, wenn Förderung die größte Wirkung entfalten kann. Die regierungstragenden Fraktionen haben an diesem Donnerstag auch einen begleitenden Entschließungsantrag beschlossen, der hervorhebt: Wir setzen auf eine kindgerechte Umsetzung mit kurzen Wegen, eine enge Zusammenarbeit von Kita und Grundschule, multiprofessionelle Teams sowie eine wissenschaftliche Evaluation. So wird sichergestellt, dass die Reform langfristig die gewünschte Wirkung entfaltet. Dazu erklären Dr. Jan Heinisch, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, und Lena Zingsheim-Zobel, schulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktionen:

Lena Zingsheim-Zobel: „Sprache ist der Schlüssel zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe. Mit den ABC-Klassen investieren wir deshalb dort, wo Bildungsgerechtigkeit beginnt: vor dem Schulstart. Entscheidend für den Erfolg der ABC-Klassen wird ihre konkrete Ausgestaltung sein. Das macht unser begleitender Entschließungsantrag deutlich. Besonders wichtig ist, dass die Sprachförderung kindgerecht und möglichst alltagsintegriert umgesetzt wird. Wenn Kitas und Grundschulen eng zusammenarbeiten, schaffen wir die besten Voraussetzungen für einen gelungenen Übergang und bessere Bildungschancen für alle Kinder. Klar wird mit unserem Entschließungsantrag auch, dass Gelder dem Kind folgen. Wenn Kommunen die Kitas als Ort wählen, wird dort investiert. Die Umsetzung der ABC-Klassen werden wir wissenschaftlich evaluieren, denn gute Bildungspolitik heißt auch, aus Erfahrungen zu lernen und erfolgreiche Konzepte konsequent weiterzuentwickeln.“

Dr. Jan Heinisch: „Mit den ABC-Klassen verbessern wir die Sprachförderung von Kindern, bevor sie überhaupt in die Grundschule kommen. Dabei gilt: Sprachförderung in der Kita und die gezielte Unterstützung durch die ABC-Klassen sind kein Widerspruch, sondern zwei Seiten derselben Medaille. Während wir die Sprachförderung in den Kitas mit zusätzlich 50 Millionen Euro und künftig insgesamt 204 Millionen Euro deutlich ausbauen, schaffen wir zugleich ein Instrument für die Kinder, die vor der Einschulung noch besonderen Förderbedarf haben. Uns geht es nicht um ideologische Debatten, sondern um bessere Chancen für jedes einzelne Kind. Deshalb setzen wir auf eine Förderung, die sich an den Bedürfnissen vor Ort orientiert – in der Kita, in der Schule oder an einem anderen geeigneten Ort. Mit den ABC-Klassen schlagen wir ein neues Kapitel der Bildungspolitik in Nordrhein-Westfalen auf und schaffen die Grundlage dafür, dass mehr Kinder mit guten Sprachkenntnissen und besseren Startchancen ihren Bildungsweg beginnen können.“

Mobilitätskongress 2026 – die …
NRW geht konsequent gegen Disk…