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Abel: Meilenstein im Tierschutz - Rot-Grün ermöglicht Forschung für Ersatzmethoden zum Tierversuch

SPD und GRÜNE wollen mit Mitteln aus dem Haushalt 2015 ein Centrum einrichten, das Ersatzmethoden zum Tierversuch (CERST-NRW) erforscht. Dazu erklärt Martin-Sebastian Abel, Sprecher für Tierschutz der GRÜNEN Landtagsfraktion und Mitglied im Wissenschaftsausschuss:

„Ein weiterer Meilenstein im Tierschutz wird umgesetzt: Die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die GRÜNEN haben sich in ihren Haushaltsberatungen darauf verständigt, in NRW ein Centrum für Ersatzmethoden zum Tierversuch (CERST-NRW) einzurichten.

Arzneimittel dürfen nach der Helsinki-Deklaration nur an Tieren getestet werden. Tierversuche sind ethisch, aber auch methodisch umstritten. Die Ergebnisse sind nur begrenzt auf den Menschen übertragbar. Wir brauchen alternative Methoden, um auch in Zukunft sichere Medikamente zu haben und tausendfaches Tierleid zu verhindern.

Ziel der Initiative ist es, die Zahl der Tierversuche in NRW zu reduzieren, indem alternative Testmethoden entwickelt werden. CERST-NRW wird am Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung (IUF) in Düsseldorf angesiedelt. Das IUF verfügt über langjährige umfangreiche Erfahrungen in der Etablierung von Ersatzmethoden zum Tierversuch. Leiterin von CERST-NRW wird Professor Dr. med. Ellen Fritsche, eine international anerkannte Forscherin, die mehrfach national und international für ihre Arbeiten zur Einschränkung von Tierversuchen ausgezeichnet wurde. Sie stellt mit ihrer Professur im Fach ‚Umweltmedizinische Toxikologie‘ an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität den direkten Wissenstransfer in die Lehre sicher. CERST-NRW wird daher sowohl für den Tierschutz als auch für den Wissenschaftsstandort NRW einen wichtigen Beitrag leisten.“

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