Der 15. Juni ist nationaler Veteranentag. An diesem Tag soll die Wertschätzung für ehemalige und aktive Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr öffentlich sichtbar und ihr Einsatz für unser Land, die Demokratie und unsere Freiheit anerkannt werden. Sie verdienen aber mehr als nur Dankesworte. Unser Land hat eine besondere Verantwortung gegenüber seinen Veteraninnen und Veteranen, die wir dauerhaft erfüllen wollen. Wir wollen sie sichtbarer machen, ihre körperliche und seelische Gesundheit stärker in den Blick nehmen und den Austausch mit der Gesellschaft fördern. Einen entsprechenden gemeinsamen Antrag bringen die Fraktionen von CDU, Grünen und FDP am heutigen Donnerstag in den Landtag ein. Dazu erklären Daniel Hagemeier, Sprecher für die CDU-Fraktion im Hauptausschuss, Josefine Paul, Mitglied im Hauptausschuss für die Grünen-Fraktion, und Susanne Schneider, Beauftragte der FDP-Fraktion für Angelegenheiten der Bundeswehr:
Daniel Hagemeier: „Veteraninnen und Veteranen haben gedient, geübt, verzichtet, Einsätze bewältigt und Kameradschaft gelebt. Manche waren in internationalen Krisengebieten im Einsatz. Andere haben im Inland geholfen – etwa während der Corona-Pandemie oder beim verheerenden Hochwasser 2021. Sie alle haben ihren Beitrag geleistet, oft unter schwierigen Bedingungen und mit großem persönlichem Einsatz. Viele Soldatinnen und Soldaten erleben aber, dass ihr Dienst kaum wahrgenommen, mit Distanz betrachtet oder von Vorbehalten begleitet wird. Umso wichtiger ist es, ihren Einsatz sichtbar zu machen und ihnen die Anerkennung entgegenzubringen, die sie verdienen.
Nordrhein-Westfalen ist eng mit der Bundeswehr verbunden. An 25 Standorten leisten rund 20.000 aktive Soldatinnen und Soldaten ihren Dienst. Hinzu kommen zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zahlreiche Reservistinnen und Reservisten, die Verantwortung für unser Land übernehmen. Deshalb ist es wichtig, dass NRW den Veteranentag sichtbar begeht. Dieser Tag macht deutlich: Wer unserem Land gedient hat, wer heute dient oder wer in der Reserve bereitsteht, verdient den Dank, den Respekt und die Anerkennung unserer Gesellschaft.“
Josefine Paul: „Soldatinnen und Soldaten übernehmen Verantwortung für die Sicherheit, Freiheit und die demokratischen Werte unserer Gesellschaft. Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee und auf das Grundgesetz verpflichtet. Sie ist fest in der Mitte unserer Gesellschaft verankert.
Der Veteranentag macht den Einsatz und die Menschen, die als Soldatinnen und Soldaten Dienst leisten, sichtbar. Zum zweiten Mal findet der bundesweite Veteranentag statt, um die besonderen Leistungen von Veteraninnen und Veteranen und die wichtige Unterstützung ihrer Angehörigen anzuerkennen.
Er macht aber auch auf die besonderen Belastungen aufmerksam. Veteraninnen und Veteranen sind in ihren Einsätzen häufig bis ans Äußerste gegangen. Daher ist es unsere Pflicht, nach diesen Einsätzen für ihre Gesundheit Sorge zu tragen.
Es gilt die bestehenden Lotsen- und Netzwerkstrukturen zu stärken, Stigmatisierung abzubauen und allgemein eine breite Versorgung anzustreben. Damit setzen wir ein klares Zeichen für die Wertschätzung und Anerkennung der Veteraninnen und Veteranen sowie ihrer Angehörigen.“
Susanne Schneider: „Wir sind all den Soldatinnen und Soldaten, die Deutschland dienen, Respekt und Anerkennung schuldig. Daher haben wir uns als FDP-Landtagsfraktion schon im letzten Jahr dafür eingesetzt, dass es in Nordrhein-Westfalen eine öffentliche Veranstaltung anlässlich des bundesweiten Veteranentages gibt. Veteraninnen und Veteranen brauchen aber auch ganz konkrete Unterstützung. Psychische Einsatzfolgen wie Posttraumatische Belastungsstörungen müssen weiter entstigmatisiert und die psychotherapeutische Versorgung dringend verbessert werden.“
