Kinder haben eine Stimme. Hören wir auch zu?
Beteiligung von Kindern und Jugendlichen – gelebter Kinderschutz und Demokratie von Anfang an
Kinder wissen oft sehr genau, was sie brauchen, was sie bewegt und was sie verändern möchten. Aber wie oft fragen wir sie wirklich? Und wie oft hat das, was sie sagen, tatsächlich Konsequenzen?
Ob in der Familie, in der Kita, in der Schule, in der Jugendhilfe oder in der Politik: Viel zu häufig entscheiden Erwachsene für Kinder, statt mit ihnen. Dabei sind Kinder nicht nur die Erwachsenen von morgen. Sie sind schon heute eigenständige Persönlichkeiten mit eigenen Rechten, Bedürfnissen und Vorstellungen.
Wer Kinder schützen will, muss sie auch beteiligen. Denn gelingender Kinderschutz bedeutet mehr, als Gefahren abzuwenden. Er bedeutet auch, Kinder ernst zu nehmen, ihnen etwas zuzutrauen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihr eigenes Lebensumfeld mitzugestalten.
Und Beteiligung kann noch mehr: Wer schon früh erlebt, dass die eigene Stimme zählt, dass unterschiedliche Meinungen ausgehandelt werden können und dass gemeinsames Handeln etwas verändert, erfährt Demokratie ganz unmittelbar. Gerade in Zeiten, in denen demokratische Werte zunehmend unter Druck geraten, ist das wichtiger denn je.
Doch wie gelingt echte Beteiligung? Wo dürfen Kinder tatsächlich mitentscheiden? Was brauchen Fachkräfte und Institutionen, damit aus gut gemeinter Mitsprache wirkliche Mitbestimmung wird? Und sind wir Erwachsenen bereit, dafür auch ein Stück Macht abzugeben?
Diesen Fragen wollen wir in unserer Veranstaltungsreihe „Gelingender Kinderschutz“ nachgehen, gemeinsam diskutieren, Erfahrungen austauschen und gute Beispiele kennenlernen.
Denn Kinder brauchen nicht nur Erwachsene, die sie schützen. Sie brauchen Erwachsene, die ihnen zuhören, ihnen vertrauen und sie mitentscheiden lassen.
Wir laden herzlich dazu ein, mitzudenken, mitzudiskutieren und neue Perspektiven auf Beteiligung und Kinderschutz zu entdecken!
Impulse geben
- Ariane Rademacher, Leitung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung NRW
- Fachstelle „Gehört werden“ – Jugend vertritt Jugend (angefragt)
- Judith Mergler und Florian Schneider, Projektleitungsteam der KjG Kinderstadt
Hintergrund: Unser Landeskinderschutzgesetz wurde im Mai 2022 auf den Weg gebracht. 19 Paragrafen mit fast 60 Absätzen befassen sich unter anderem mit der Abwehr von Kindeswohlgefährdung, sie regeln die Aufgaben der Jugendämter und legen fachliche Standards fest. In einer Reihe von Fachgesprächen zum Thema „Gelingender Kinderschutz“ greife ich verschiedene Themen, insbesondere aus dem Landeskinderschutzgesetz, auf und lote mit Expert*innen die jeweilige aktuelle Situation und Handlungsfelder für mich als Landtagsabgeordnete aus.
Die Anmeldung richten Sie bitte an norika.creuzmann@landtag.nrw.de. Bitte nennen Sie uns bei der Anmeldung Vor- und Nachnamen, Ihre Adresse und Telefonnummer. Wenn Sie die Tiefgarage des Landtags nutzen wollen, benötigen wir außerdem das Kfz-Kennzeichen.
Lassen Sie uns gemeinsam über einen besseren Kinder- und Jugendschutz und seine Weiterentwicklung diskutieren.
