Unsere Welt wird immer digitaler und stärker durch Medien geprägt. Alle Menschen in Nordrhein-Westfalen sollen sich darin sicher und kompetent bewegen können – egal, wie alt sie sind. Die Förderung der Medienkompetenz ist deshalb ein Schwerpunkt in der Medienpolitik des Landes und war heute Thema im Ausschuss für Kultur und Medien. Dazu erklären Andrea Stullich, medienpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, und Katrin Lögering, Mitglied im Ausschuss Kultur und Medien für die Grüne Landtagsfraktion:
Katrin Lögering: „Medienkompetenz ist eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und eine wehrhafte Demokratie. Angesichts von Desinformation, Deepfakes, Hass und Hetze und den rasanten Entwicklungen bei Künstlicher Intelligenz wollen wir Menschen befähigen, sich sicher, selbstbestimmt und kritisch in der digitalen Welt zu bewegen. Deshalb greift es zu kurz, Medienkompetenzförderung nur an einem einzelnen Haushaltstitel festzumachen. Sie ist eine Querschnittsaufgabe, die in Nordrhein-Westfalen bewusst an vielen Stellen ansetzt: in Schulen und Familien, in der Kinder- und Jugendarbeit, in Weiterbildung, Ausbildung und Arbeitswelt. So erreichen wir unterschiedliche Altersgruppen und Lebensrealitäten mit passenden Angeboten. Für uns ist dabei klar: Medienkompetenz ist keine Aufgabe, die irgendwann abgeschlossen ist. Mit neuen Technologien und digitalen Plattformen verändern sich auch die Herausforderungen. Deshalb müssen wir erfolgreiche Angebote verstetigen, neue Bedarfe frühzeitig erkennen und die verschiedenen Maßnahmen noch besser miteinander verzahnen. Das Ziel: Alle Menschen sollen die Chancen der digitalen Welt selbstbestimmt nutzen können – und zugleich das nötige Rüstzeug haben, um Risiken und Manipulation zu erkennen.“
Andrea Stullich: „Medienkompetenzförderung besteht in NRW nicht nur aus einem Titel im Medienhaushalt. Sie ist eine ressortübergreifende Aufgabe, ein Schwerpunkt unserer Medienpolitik und wird von uns konsequent ausgebaut. Aus der Veränderung eines einzelnen Haushaltstitels konstruiert die Opposition einen angeblichen Kahlschlag bei der Medienkompetenzförderung. Damit macht sie es sich sehr einfach – und liegt falsch. Das zeigt die Vielzahl konkreter Angebote: Wir verankern Medienkompetenz verbindlich in unseren Schulen, bauen die Medienscouts aus und unterstützen Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte mit dem Internet-ABC, dem NewsCheck NRW, dem neuen Projekt fakeOFF oder auch der Reihe ‚Kompetent im Netz‘. Mit dem DigitalCheckNRW, inzwischen in sechs Sprachen, erreichen wir Erwachsene, mit ‚Stabil im Netz‘ auch Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen. Hinzu kommen Angebote gegen Online-Gewalt und Cybergrooming, Projekte zur Auseinandersetzung mit Desinformation und KI sowie Serious Games wie ‚Wer ist Bilal?‘ und ‚Leons Identität‘.Wir entwickeln unsere Angebote laufend weiter, weil sich die digitale Welt mit TikTok, Deepfakes und Künstlicher Intelligenz rasant verändert. Wer hier von einem ‚Kahlschlag‘ spricht, betreibt keine sachliche Auseinandersetzung mit unserer Medienpolitik, sondern versucht, aus einer einzelnen Zahl eine politische Legende zu machen – und die fällt beim Faktencheck ganz klar durch.“
