Wir stärken den Hitzeschutz in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Kommunen

Zum Schutz von kranken und pflegebedürftigen Menschen legt die schwarz-grüne Landesregierung neue Förderprogramme zum Hitzeschutz in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Kommunen in Höhe von rund 286 Millionen Euro auf. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat die Maßnahmen am heutigen Freitag vorgestellt. Für die Krankenhäuser in NRW stellt die Landesregierung in den kommenden drei Jahren 200 Millionen Euro für Klimatisierungsmaßnahmen zur Verfügung. Pflegeeinrichtungen profitieren vom Förderprogramm „Kühle Räume“ in Höhe von 50 Millionen Euro für die nächsten zwei Jahre. Zudem erhalten die kommunalen Gesundheitsämter bis zu zwei Vollzeitstellen für Hitze-Gesundheitsmanagerinnen und -manager. Eine wichtige Aufgabe soll dabei sein, besonders hitzegefährdete ältere Menschen, die allein leben, zu identifizieren und zu schützen.

Dazu erklären Meral Thoms, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, und Marco Schmitz, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion:

Meral Thoms: „Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz. Die extreme Hitze in diesem Sommer hat einmal mehr deutlich gemacht: Klimaanpassung und Hitzeschutz gehören zu den großen Daueraufgaben von Staat und Gesellschaft. Die Förderprogramme ermöglichen u.a., dass Notaufnahmen, Kreißsäle und Intensivstationen in Krankenhäusern klimatisiert oder Gemeinschaftsräume in Pflegeeinrichtungen zu Kühlinseln werden. Mit der Finanzierung von Hitze-Gesundheitsmanagerinnen und -managern vor Ort sorgen wir dafür, dass besonders hitzegefährdete Menschen in Zukunft besser erreicht und vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze geschützt werden. Dabei wollen wir auch auf nachbarschaftliche Buddy-Systeme setzen, damit insbesondere ältere und alleinlebende Menschen bei großer Hitze nicht allein gelassen werden.“

Marco Schmitz: „Beim Hitzeschutz fangen wir nicht bei null an – Nordrhein-Westfalen hat in den vergangenen Jahren Strukturen aufgebaut, Verantwortung übernommen und konkrete Vorsorge getroffen. Erst am Montag habe ich als Vorsitzender der Sozialstiftung.NRW ein 20-Millionen-Euro-Programm für den Hitzeschutz in Wohnangeboten der Eingliederungshilfe vorgestellt. Jetzt legt die Landesregierung konsequent nach und nimmt mit zusätzlichen Maßnahmen Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und Kommunen in den Blick. Die Hitzewelle dieses Sommers hat uns sehr klar gezeigt, wo wir noch besser werden müssen – und darauf reagieren wir nicht mit Ankündigungen, sondern mit konkreten Investitionen. Unser Anspruch ist eindeutig: Besonders gefährdete Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass Nordrhein-Westfalen vorbereitet ist und handelt, bevor die nächste extreme Hitzewelle kommt.“

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