Wenn Systeme versagen – Schnittstellenprobleme zwischen Familie, Schule, Polizei und Justiz
Warum Kinder und Jugendliche delinquent werden, ist selten isoliert zu betrachten. Sondern im Zusammenspiel von Familie, Schule, Jugendhilfe, Polizei und Justiz. Doch genau an diesen Schnittstellen kommt es häufig zu Brüchen, Unklarheiten und verzögertem Handeln.
Wir möchten die aktuellen Ergebnisse der Studie „Entwicklung der Kinder- und Jugenddelinquenz in NRW“ zum Anlass nehmen, mit Ihnen und Euch über das wichtige Thema Jugenddelinquenz zu diskutieren. In Workshops werden wir die Probleme mit Fachleuten aus Jugend, Schule, Polizei und Justiz spezielle Angebote zur Verbesserung der Prävention vorstellen.
Programm
9.30 Uhr Willkommen
10.00 – 10.45 Uhr Prof. Clemens Kroneberg: Vorstellung der Studie
11.00 – 11.45 Uhr Erste Workshop-Phase parallel Innen & Jugend
12.00 – 12.45 Uhr Zweite Workshop-Phase parallel Justiz & Schule
13.00 – 13.45 Uhr Gemeinsame Runde am Ende
Workshop Polizei:
Gemeinsam die Kurve kriegen – Präventionsmaßnahmen mit Wirkung
Welchen Platz können Projekte wie „Kurve kriegen“ in einem ganzheitlichen Konzept zum Umgang mit Jugenddelinquenz einnehmen?
Wie können wir diese Projekte sinnvoll unterstützen und welche Anpassungen braucht es durch die Politik? Was kann für ein Gesamtkonzept zur Begegnung von Jugenddelinquenz abgeleitet werden?
Workshop Jugend:
Wenn Systeme versagen -Schnittstellenprobleme zwischen Familie, Schule und Polizei/Justiz
Der Workshop nimmt diese Dynamik in den Blick und analysiert typische Eskalationsverläufe aus einer systemischen perspektive. Im Zentrum steht die Rolle der Familie sowie die Zusammenarbeit mit den handelnden Akteur*innen im Spannungsfeld von Prävention und Intervention. Gemeinsam analysieren wir, wie Kooperationen verbessert werden kann und welche politischen Rahmenbedingungen es dafür braucht.
Workshop Justiz:
Zweite Chancen gestalten: Wie Justiz, Jugendhilfe und Jugendgerichtshilfe gemeinsam Jugendliche unterstützen, damit sie künftig keine Straftaten mehr begehen
Straffällig gewordene Jugendliche brauchen mehr als Strafen – sie brauchen Normakzeptanz, Handlungsalternativen und Perspektiven. In unserem interdisziplinären Workshop zusammen mit Vertreter*innen aus der Jugendgerichtshilfe und Justiz möchten wir konkrete Vorschläge entwickeln:
Frühe Intervention: Wie erreichen wir Jugendliche, bevor Konflikte eskalieren und sich Delikte anhäufen? Übergänge gestalten: Wie verknüpfen wir strafrechtliche Maßnahmen mit sozialer Begleitung? Traum und Milieu: Wie gehen wir mit den Hintergründen von Straffälligkeit um?
Workshop Schule:
Emotionale und soziale Entwicklungsförderung in Schule
Die Schule ist ein zentraler Raum, in dem Kinder und Jugendliche als Ort der Bildung und des Lebens ihr Verhalten ausleben. Die emotionalen und sozialen Kompetenzen können hier angesetzt werden und in Projekten gibt es Ansätze wie Prävention und Intervention bei Verhaltensstörungen sinnvoll eingreifen. Entwicklungsförderung und Sozialraumprojekte werden vorgestellt und die Ansätze erörtert.
Anmeldungen bitte an Lisa.Gregor@landtag.nrw.de
Für die Teilnahme und den Einlass in den Landtag ist eine Anmeldung erforderlich.
Zur Erfüllung unserer gesetzlichen Aufgaben und aus Sicherheitsgründen werden Ihre personenbezogenen Daten bei uns und der Verwaltung des Landtags Nordrhein-Westfalen verarbeitet. Ihre Daten werden nach Durchführung der Veranstaltung gelöscht. Ausführliche Hinweise zum Datenschutz bei Veranstaltungen finden Sie hier.
Bei dieser Veranstaltung werden Fotos und Videoaufnahmen erstellt. Bitte wenden Sie sich am Tag und Ort der Veranstaltung an die Organisator*innen, wenn sie darauf nicht zu sehen sein möchten.
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