• WAS KOMMT, WENN DIE KOHLE GEHT?

    DIE REVIERVERSAMMLUNG ZUR ZUKUNFT UNSERER REGION

    Samstag, 29. September 2018, 11-16 Uhr,
    Begrüßungskaffee um 10:30 Uhr
    Kreishaus Düren, Bismarckstraße 16, 52351 Düren

    Mit der Ankündigung der Bundesregierung zur Einsetzung der Kohlekommission ist der Kohleausstieg in aller Munde. Aber was bedeutet das für die betroffene Region? Die GRÜNE Landtagsfraktion möchte gemeinsam mit den Menschen der Region in die Zukunft des Rheinischen Reviers schauen und innovative und nachhaltige Ideen sammeln.

    Wir haben hochkarätige Gäste aus Politik und Energiewirtschaft eingeladen, um mit Dir zu diskutieren. Im Anschluss werden in drei Workshops u.a. die Themen zukunftsfähige Stadtentwicklung und neue Arbeitsplätze für die Region beleuchtet.

    Aus dem Programm:

    Annalena Baerbock MdB: Kohleausstieg? Ein Muss für‘s Klima, eine Chance für‘s Revier 

    Blitzlicht-Diskussion mit:
    - Reiner Priggen (Landesverband Erneuerbare Energien NRW)
    - Dr. Frank Weigand (RWE Power AG)
    - Oliver Krischer MdB (GRÜNE Bundestag)
    - Michael Kreuzberg (Landrat Rhein-Erft-Kreis)
    Moderation: Wibke Brems MdL (GRÜNE Landtag NRW)


    WORKSHOPS mit spannenden Ideengeber*innen

    A – Ideen für zukunftsfähige Dorf-, Stadtentwicklung & Mobilität
    B – Ideen für neue Arbeitsplätze und innovative Unternehmen
    C – Ideen für eine zukunftsfähige Energieregion

    Das komplette Programm findest Du unter dem Reiter "Workshop & Programm"

    Dazu sind auch Deine Ideen gefragt: Bring auch Du Deine Visionen für das Rheinische Revier jetzt schon online ein und diskutiere Du mit uns die Ideen und Konzepte von Ideengeber*innen aus Initiativen, Verbänden und Politik, die bei der Veranstaltung vorgestellt werden!

    Gemeinsam mit Deiner Anmeldung kannst Du auch Deine Idee direkt einreichen und schriftlich kurz skizzieren, worum es geht. Wenn Du eine Anregung einbringen möchtest, die wir in unserer weiteren Auseinandersetzung mit der Zukunft des Rheinischen Reviers berücksichtigen sollen, bitten wir Dich diese bestenfalls bis zum 9. September hier einzureichen.

    Hier geht's zur Anmeldung

  • Programm

    10:30 Uhr     Eintreffen und Begrüßungskaffee

    11:00 Uhr     Begrüßung durch Wibke Brems MdL

    Grußwort Landrat Wolfgang Spelthahn

    Annalena Baerbock MdB: Kohleausstieg: Ein Muss fürs Klima, eine Chance fürs Revier

    Im Anschluss: Blitzlicht-Diskussion:

    Moderation Wibke Brems MdL

    • Bericht aus der Kohlekommission
      Reiner Priggen, Vorsitzender Landesverband Erneuerbare Energien NRW
    • Fahrplan der RWE Power zur Reduzierung der Kohleverstromung, 

      Dr. Frank Weigand, Vorstandsvorsitzender der RWE Power AG

    • Konsequenzen des Kohleausstiegs für unsere Versorgungssicherheit
      Oliver Krischer MdB
    • Erwartungen der Region für die Zukunft nach der Braunkohle
      Michael Kreuzberg, Landrat Rhein-Erft-Kreis

    13:15 Uhr     Mittagsimbiss

    14:00 Uhr     Ideen-Workshops

    In den Workshops werden zunächst die vorher angemeldeten Ideen in kurzen Statements vorgestellt. Danach sollen alle Teilnehmer*innen die Möglichkeit haben, eigene Anregungen und Vorschläge einzubringen und die vorgestellten Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln.

    A – Ideen für zukunftsfähige Dorf- und Stadtentwicklung und Mobilität - Moderation: Arndt Klocke MdL

    • Folgenutzung der bestehenden Bahntrassen für den ÖPNV mit Johannes Bortlisz-Dickhoff, GRÜNE Rhein-Erft-Kreis, und Hansbert Schruff, GRÜNE Kreis Düren
    • Kohleausstieg als Chance für den Naturschutz mit Dirk Jansen, BUND NRW
    • Der Niederrhein als Zielmodellregion für Elektromobilität mit Tafil Pufja, NEW AG / NEW Re GmbH

    B – Ideen für neue Arbeitsplätze und innovative Unternehmen - Moderation: Horst Becker MdL

    • Elektro-Mobilität in NRW, Neue Mobilitätskonzepte für die Zukunft mit  Dr. Christian Steinborn, e.Go Mobile AG / StreetScooter GmbH
    • Potenziale des Brainergy Parks für den Strukturwandel im Revier mit Frank Drewes, SEG Jülich mbH & Co. KG
    • Blick gen Westen: Dynamik und Transformation lenken mit  Dr. Reimar Molitor, Region Köln / Bonn e.V.

    C – Ideen für eine zukunftsfähige Energieregion - Moderation: Bruno Voß, GRÜNE Kreis Düren

    • Vom Rheinischen Revier zur Energiewenderegion mit Frank Peter, Agora Energiewende
    • Das virtuelle Kraftwerk Quirinus und weitere Beiträge der Region zur Versorgungssicherheit mit Kurt Vetten und Prof. Dr. Stefan Röder, SME Management GmbH
    • Das Rheinische Revier als Energieregion der Zukunft mit Reiner Priggen, Landesverband Erneuerbare Energien NRW

    15:30 Uhr     Abschluss und Ausblick, Wibke Brems MdL

    16:00 Uhr     Ende

  • Eingereichte Ideen für die Revierversammlung "Was kommt, wenn die Kohle geht?"

    Übersicht

    A - IDEEN FÜR ZUKUNFTSFÄHIGE DORF- UND STADTENTWICKLUNG UND MOBILITÄT

    B - IDEEN FÜR NEUE ARBEITSPLÄTZE UND INNOVATIVE UNTERNEHMEN 

    C - IDEEN FÜR EINE ZUKUNFTSFÄHIGE ENERGIEREGION - MODERATION: BRUNO VOSS, GRÜNE KREIS DÜREN 


    A – IDEEN FÜR ZUKUNFTSFÄHIGE DORF- UND STADTENTWICKLUNG UND MOBILITÄT

    Folgenutzung der bestehenden Bahntrassen für den ÖPNV

    Ideengeber: Johannes Bortlisz-Dickhoff, GRÜNE Rhein-Erft-Kreis, und Hansbert Schruff, GRÜNE Kreis Düren

    Bei der Erstellung der Tagebau-Nachfolgelandschaften in unserer Region, spielen die denkbaren Schienenverbindungen eine essentielle Rolle.

    Arbeitsplätze fallen weg - die Bevölkerung muss mobil, sein um neue Arbeitsplätze erreichen zu können. Im Gegensatz zur Vergangenheit, in der zwar Ersatzstraßen für wegfallende Verbindungen entstanden sind müssen bei der zukünftigen Gestaltung Schienenwege für den Personenverkehr (und den Güterverkehr) einen planerisch höheren Stellenwert bekommen.

    Die Eifel-Bördebahn mit der Verlängerung der Rurtalbahn Linnich-Baal ergeben kombiniert eine Verkehrsachse zu und von den Metropolen der Region im Herzen  der Tagebau - Nachfolgelandschaft.

    Die Schienenwege, die bisher noch lediglich zum Kohletransport genutzt wurden, können zukünftig zusätzliche Funktionen zur nachhaltigen Verkehrsentwicklung übernehmen.

    Eine Chance, die wir nicht verstreichen lassen dürfen und die wir rechtzeitig gestaltend wahrnehmen müssen.

    Für die Verbindung über Aachen ist die Region gefordert. Sie antwortet mit der Forderung nach einem dritten Gleis, einen Güterverkehrsgleis. Die Planungen zwischen Aachen und Düren sind auf einen Neubau angewiesen.

    Wenn wir als ersten Zugriff auf die spätere Vollinanspruchnahme Güterverkehr auf den Kohlebahnen zulassen, könnte der Abschnitt zwischen Düren und dem Kölner Raum auch zumindest zusätzlich auf der Hambachbahn und der Nord-Süd-Bahn abgewickelt werden. Es müsste in Merzenich möglich sein, von der Hauptbahn auf die Hambachbahn zu kommen, es wäre aber spätestens in Dorsfeld möglich. Über die Hambachbahn ist in Niederaußem die Nord-Süd-Bahn zu erreichen. Die hat im Norden Anschluss an die Strecke Mönchengladbach - Köln und damit auch zum Neusser Hafen und reicht im Süden bis Knapsack. Von hier müssten die Gleise der HGK in Hürth über eine kürzere Neubaustrecke erreicht werden. Mit einer Verbesserung der Übergangssituation HGK / DB in Vochem wäre der Knoten Köln für den Güterschienenverkehr zu umfahren.

    Der Niederrhein als Zielregion für Elektromobilität

    Ideengeber: Tafil Pufja, NEW AG

    Welche Chance hat die Elektromobilität, die Art und Weise der heutigen Mobilität zu verändern und wie sieht diese in 10 Jahren aus?

    Verfügen die ländlichen Haushalte noch über einen eigenen Zweitwagen?

    Wird der ÖPNV noch die bevölkerungsarmen Regionen bedienen?

    Werden in den Ballungszentren noch Taxis fahren?

    Dem globalen Trend der Elektromobilität wird sich Europa und Deutschland nicht verweigern können. In den USA und in ASIEN werden die Entwicklungen mit einer ungeahnten Geschwindigkeit in den Themenfeldern Elektromobilität, Speichertechnologie, neue Mobilitätskonzepte, wie Carsharing und Ridesharing, vorangetrieben. Wir müssen diesen Themen am Niederrhein mit guten Lösungen begegnen, um den Niederrhein attraktiv für Menschen zu erhalten.

    Der Niederrhein ist eine Transitregion für den Fernverkehr mit entsprechendem Verkehrsaufkommen und Luftverschmutzung.

    Der Niederrhein ist auch eine Pendlerregion mit zusätzlichem Verkehrsaufkommen in den Morgen- und Abendstunden.

    Der Niederrhein ist eine Freizeitregion, in der die Menschen gerne leben und Erholung suchen.

    Wie sehen die Konzepte und Realisierungsstufen aus, mit Elektromobilität unsere Region lebenswerter zu gestalten?

    Die Entwicklung der Elektroautos und der Batterietechnologien nimmt auch in Deutschland langsam Fahrt auf. Der E-Mobilist wird sich immer weiter mit seinem Fahrzeug bewegen können, ohne lange Batterieladestopps einlegen zu müssen. Im Gegensatz zu Treibstofftanken wird das Batterieladen keine primäre Tätigkeit sein, sondern etwas sein, was beim Einkauf, Restaurant-, Kino- oder Theaterbesuch nebenbei erledigt wird.

    Die Welt wird digital; auch am Niederrhein. In Folge wird schnelles Internet und freies WLAN flächendeckend ausgebaut. Bereits heute können wir im Internet sehen, wie die Fahrt zum Arbeitsplatz oder nach Hause verlaufen wird. Es werden Verkehrsbehinderungen und alternative Fahrrouten angezeigt.

    Das Elektroauto ist mit der Welt vernetzt. Das kann ein Risiko sein, aber auch eine große Chance für eine entspannte Autofahrt. Stellen wir uns einmal ein selbstfahrendes Elektroauto vor, dass sich selbstständig den wirklich schnellstens Weg zum Ziel sucht und diesen auch befährt.

    Wir werden uns diese selbstfahrenden Elektroautos für eine Fahrt mieten oder auch mit anderen Nutzern teilen können. Dies hat einen großen Einfluss auf den ÖPNV der Zukunft.

    Zukünftig sind diese Verkehre miteinander vernetzt. Das selbstfahrende Mietauto holt den Fahrgast zu Hause ab und bringt ihn entweder zum eigentlichen Ziel oder zum nächsten regionalen oder überregionalen Transportsystem.

    Die Entwicklung der Elektromobilität hat einen Punkt der Unumkehrbarkeit erreicht… Der Niederrhein muss diese Entwicklung konsequent mitgehen.

    Kohleausstieg als Chance für den Naturschutz

    Ideengeber: Dirk Jansen

    Es gibt keinen größeren Eingriff in Natur und Landschaft als den Braunkohlentagebau. Doch mit dem Kohleausstieg kommt die Zeit, sich mit einer zukunftsfähigen Entwicklung der Region in der Nachbergbau-Zeit auseinanderzusetzen. Schon jetzt beginnt dabei  der Kampf um die Flächen. Die einen wollen mehr Gewerbegebiete, die anderen Platz für eine umweltfreundliche Mobilität. Auch für die (ökologische) Landwirtschaft müssen Flächen vorgehalten werden. Doch wo bleibt der Naturschutz? Angesichts der großen Flächenkonkurrenz droht er wieder einmal der Verlierer zu werden. Bislang wird über Naturschutz nur im Zusammenhang mit der Rekultivierung der Tagebaue diskutiert. Wie können aber Konzepte für ein Biotop-Verbundsystem in der gesamten Region aussehen? Welche Entwicklungspotenziale bieten sich? Es wird Zeit, auch diese Fragen anzugehen.

    B – IDEEN FÜR NEUE ARBEITSPLÄTZE UND INNOVATIVE UNTERNEHMEN - MODERATION: HORST BECKER MDL

    Elektro-Mobilität in NRW, neue Mobilitätskonzepte für die Zukunft 

    Ideengeber: Dr. Christian Steinborn, e.Go Mobile AG / StreetScooter GmbH

    Die e.GO Mobile AG mit Sitz im Cluster Produktionstechnik auf dem RWTH Aachen Campus ist ein Elektroauto-Unternehmen zur Entwicklung und Herstellung von Elektrofahrzeugen. Im Frühjahr 2015 gründete Professor Günther Schuh das Unternehmen mit dem Ziel, Elektrofahrzeuge für den Kurzstreckenverkehr mittels Technologien der Industrie 4.0 kostengünstig und kundenorientiert herzustellen. Aktuell beschäftigt die e.GO Mobile AG 250 Mitarbeiter, weitere 2.500 Experten auf dem RWTH Aachen Campus werden temporär und fallweise hinzugezogen. Die Serienproduktion des Elektrostadtautos e.GO Life, das in Basisausstattung ab 15.900 Euro erhältlich ist, beginnt im Herbst 2018 in Aachen. Ende 2018 wird der e.GO Life an externe Kunden ausgeliefert. Es liegen schon über 3.000 Vorbestellungen vor. Der kleine Elektro-Stadtbus e.GO Mover wird zunächst als manuell gefahrener ÖPNV-Bus zugelassen und in Serie gehen. Ab Ende 2019 werden die ersten Mover ausgeliefert. In 2019 stehen bereits kleinere Testflotten zur Erprobung zur Verfügung.

    Der Brainery Park Jülich - Treiber für die urbane Energiewende

    Ideengeber: Frank Drewes, Stadtentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG (SEG Jülich)

    Mit dem Brainergy-Park entsteht in Jülich ein Pilotquartier und Living Lab für die intelligente Energieversorgung von morgen. Wie die Vernetzung von Nutzern und Produzenten der unterschiedlichen Energieformen intelligent gesteuert werden kann und wie die Energiewende tatsächlich Wirklichkeit wird, welche Chancen für Unternehmen und welche neuen Geschäftsmodelle entstehen, soll im Brainergy-Park in Jülich live und dauerhaft unter Realbedingungen erprobt werden.

    Blick gen Westen: Dynamik und Transformation lenken

    Ideengeber: Dr. Reimar Molitor, Region Köln / Bonn e.V.

    Das rheinische Revier kann dauerhaft von der anhaltende Entwicklungsdynamik der Rheinschiene profitieren. Der Raum muss hierfür bei seiner anstehenden Transformation Angebote für Flächen und Themen schaffen, die in der Summe zu einer neuen Profilierung beitragen. Die größte Landschaftsbaustelle Europas darf als innovatives Gefüge von Wohnen und Arbeiten, Versorgung und Erholung gedacht, geplant und realisiert werden. Vorrausetzung hierfür ist eine infrastrukturelle Vorinvestition, die den Raum zukunftsfähig angebunden und vernetzt erschließt. Hierfür bedarf es einer ambitionierten Zukunftsvision, die derzeit nicht vorhanden ist. Einen thematischen Sonderpunkt stellt die großmaßstäbliche Versorgung der Bevölkerung der Rheinschiene mit regional produzierten Lebensmitteln dar. Hier bietet das Rheinische Revier mit seiner Gunstlage ideale Voraussetzungen, die durch Verarbeitungs- und Distributionsketten gezielt gestärkt werden sollten.

    C – IDEEN FÜR EINE ZUKUNFTSFÄHIGE ENERGIEREGION

    Eine Zukunft für die Lausitz

    Ideengeber: Frank Peter

    Frank Peter ist stellvertretender Direktor von Agora Energiewende. In dieser Funktion koordiniert er auch die Arbeiten des Teams Deutschland. Bevor Frank Peter zu Agora kam, arbeitete er zwölf Jahre bei der Prognos AG in Berlin. Er hat zahlreiche Projekte zu Klimaschutzfragen, Strommarktentwicklungen, Erneuerbaren Energien sowohl für politische als auch privatwirtschaftliche Stakeholder geleitet. Im Rahmen seiner Tätigkeiten war er mehrfach als Sachverständiger für den Bundestag und die Bundesregierung zu verschiedenen Energiefragen tätig. Frank Peter hat an der Technischen Universität Berlin technischen Umweltschutz studiert.

    Der Klimaschutz ist eine der drängenden Aufgaben unserer Generation. Der dafür notwendige Umbau der Wirtschaft und insbesondere der Energiewirtschaft, wird regional vielfältige Anpassungen erfordern.  Vor allem den heute von der Nutzung der Braunkohle geprägten Regionen stehen umfassende Anpassungen bevor, die nicht nur die Nutzung der Kohle selbst, sondern auch vor- und nachgelagerte Wertschöpfungsstufen und das gesellschaftliche Leben betreffen. Die Lausitz im Osten Deutschlands ist mutmaßlich die Region mit der größten Herausforderung aus dem anstehenden Wandel. Außer der Kohle gibt es hier wenig industrielle Arbeitsplätze, die einen Strukturwandel abfedern können. Wir haben dies zum Anlass genommen, mit Vertretern der Lausitz in eine Diskussion einzutreten, wie trotzdem der notwendige Wandel vollzogen werden kann. Entstanden ist dabei ein Impulspapier, das wir Ende 2017 der Öffentlichkeit präsentiert haben. Die Ideen zur Gestaltung des Wandels und was von diesen Ideen auf das Rheinland übertragbar ist, werden wir auf der Veranstaltung in Düren mit Ihnen diskutieren.

    Link zur Studie 

    Das rheinische Revier als Energieregion der Zukunft

    Ideengeber: Reiner Priggen, Landesverband Erneuerbare Energien NRW

    Das Rheinische Revier ist geprägt durch die herausragende technische Wissenschaftslandschaft, für die es keine vergleichbare Konzentration irgendwo in Deutschland gibt. Es hat die besten Chancen sich in den Bereichen der großen technischen Zukunftsherausforderungen hervorragend aufzustellen. Hier können bei der Entwicklung einer nachhaltigen umweltverträglichen Energieversorgung, bei der Mobilität und bei der Gebäudetechnik Impulse gesetzt und Wertschöpfung im Rheinland generiert werden.

    Dazu gehört aber auch eine Emanzipation der Eliten in Politik und Verwaltung von der energetischen Monokultur der Braunkohle. Das Nachbeten von Leerformeln die nur den Zweck haben bestehende aber untergehende Strukturen so lange wir irgend möglich zu erhalten fördert leider nicht die Offenheit und Innovationsfreudigkeit. Das hat schon das Ruhrgebiet bewiesen und niemand ist gezwungen die gleichen Fehler mehrmals zu machen.

    Die Zukunft der Energieversorgung ist erneuerbar, digital und dezentral. Sie ist auch demokratischer als die alten Monopole der Energiewirtschaft.

    Statt dass aus unseren ländlichen Kreisen jedes Jahr weit mehr als 1 Mrd. € für Treibstoffe und Raumwärme aus der Region fließt sollten wir so viel Wertschöpfung wie möglich in der Region halten.

    Prägend für die Alltagsmobilität vieler Menschen im Rheinischen Revier ist die Mobilität per PKW. Hier wollen wir das Tor zur Zukunft weit öffnen.

    Das Rheinische Revier könnte in Deutschland die Zukunftsregion für Elektromobilität werden. Elektromobilität macht aber nur wirklich Sinn mit Erneuerbaren Energien.

    Wir brauchen also eine Offensive für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien in unserer Region.

    Unser Ziel: Kein Dach mehr ohne Fotovoltaik. Tanken für die Mobilität vom eigenen Dach. Wenn ich einen PKW mit 14 kWh 100 km fahre kosten die mich bei PV vom eigenen Dach rd. 1 Euro. Wenn ich stattdessen 8 Liter Treibstoff  tanke kostet das rd. 10 Euro. Und ich reduziere die Klimaschäden die aus der Förderung, Aufbereitung und dem Transport des Treibstoffs über tausende von Kilometern resultieren.

    Und wenn ich dann noch dazu als Fahrzeug einen Wagen aus Düren oder Aachen kaufen kann macht das doch noch mehr Freude. Also wir wollen neben dem Streetscooter auch die nächste E.Go Fabrik in Düren sehen.

    Und wir wollen die Erneuerbaren Energien auch im öffentlichen Nahverkehr sehen. Wasserstoffbusse und die Bördebahn als Wasserstoffzug, erzeugt als Power to gas mit Wind und Solarstrom direkt in der Zülpicher Börde. Wer dann von Düren über Zülpich nach Euskirchen mit der Bördebahn fährt freut sich über die drehenden Windräder. Dort entsteht sein Treibstoff.

  • Bitte melde Dich HIER bis zum 23. September an.