Pressemitteilung, Rüße, Tierschutz, Landwirtschaft, Aktuell

Pressemitteilung

Rüße: Tierschutz von der Zucht bis zum Schlachthof in den Fokus rücken

Heute hat der Landtag über die Antwort der Landesregierung auf eine Große Anfrage der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW zu Tierhaltung und Tierschutz in Nordrhein-Westfalen debattiert. Den aktuellen Stand des Tierschutzes in Nordrhein-Westfalen und die sich daraus ergebenden Aufgaben für die Zukunft der Nutztierhaltung kommentiert Norwich Rüße, Sprecher der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW für Tier-, Natur- und Umweltschutz:

„Die Antwort der Landesregierung auf unsere Große Anfrage und die heutige Debatte haben insbesondere drei Punkte gezeigt: Erstens hat Landwirtschaftsministerin Heinen-Esser eingeräumt, dass die Nutztierhaltung in Nordrhein-Westfalen sich deutlich zu Gunsten des Tierschutzes verändern muss. Das ist eine späte Einsicht nach rund anderthalb Jahren, in denen Schwarz-Gelb Tierschutz-Aspekte weitgehend ignorierte. Wir freuen uns, dass die Landwirtschaftsministerin endlich bereit ist, in den konstruktiven und zukunftsorientierten Dialog einzusteigen.

Zweitens darf sich die Transformation der Nutztierhaltung nicht auf Landwirtinnen und Landwirte beschränken, sondern muss den Tierschutz im gesamten Wirtschaftszweig verbessern: Von der Zuchtauswahl über Aufzucht, medizinische Versorgung und Transport bis zur Schlachtung und Tierkörperbeseitigung. Drittens sind es insbesondere mangelnde Transparenz und damit einhergehend mangelhafte Kontrollstandards, die den Wandel zu einer mehr am Tierwohl orientierten Nutztierhaltung bremsen. Wir müssen wissen, was mit den Tieren passiert: in den Ställen, bei Transporten, bei der Schlachtung, vor und bei der Tierkörperbeseitigung. Nur wenn wir hier für Transparenz sorgen, können wir effektive Maßnahmen für mehr Tierschutz in der Nutztierhaltung entwickeln.

Wir werden die Antwort der Landesregierung nun in allen Details weiter auswerten und noch in diesem Jahr mehrere Anträge für mehr Tierschutz in Nordrhein-Westfalen in den Landtag einbringen.“

Diese Seite drucken