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Pressemitteilung

Beer: Täuschung und Enttäuschung bei der Neuausrichtung der Inklusion

Zur heute vorgestellten Bilanz zum Stand der Umsetzung der Inklusion an Schulen in NRW erklärt die bildungspolitische Sprecherin Sigrid Beer:

„Das ‚Bündnis für inklusive Bildung‘ hat deutlich gemacht, dass die Versprechungen zur Neuausrichtung der Inklusion von Ministerin Gebauer nichts weiter sind als heiße Luft. Die Situation für die Schulen des Gemeinsamen Lernens verschlechtert sich. Im Gegensatz zur Umstellung auf G9, bei der alle Ressourcen für die Gymnasien mobilisiert werden, bleibt die Inklusion auf der Strecke.

Die Enttäuschung ist groß, da versprochene Standards systematisch unterlaufen werden. Die Begrenzung der Klassengröße findet in Wirklichkeit nicht statt. Versprochene zusätzliche Stellen sind nicht ausgeschrieben. Eltern sprechen von Täuschung, Schüler davon, dass Inklusion aufs Abstellgleis gestellt wird. Während den Talentschulen eine verlässliche Unterstützung zugesichert ist,  werden Schulen des Gemeinsamen Lernens bei Konzeptentwicklung und Fortbildungsangeboten allein gelassen, der räumliche Mehrbedarf bei einer Klassenbegrenzung ignoriert. Ministerin Gebauer muss nicht nur dringend ihre Versprechen einlösen, sondern auch verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. So haben die Verbände heute beklagt, dass der Fachbeirat Inklusion nicht mehr wie früher den Prozess beratend begleitet, sondern von Seiten des Ministeriums belehrt wird. Dialog findet nicht mehr statt. Das ist weder klug noch wertschätzend.“

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