Anfragen, Klocke, Remmel, Verkehr

Kleine Anfrage von Arndt Klocke und Johannes Remmel

Aufschlüsselung von Messwerten

In dem Bericht der Landesregierung zur Frage nach Stand und Chancen der Elektromobilität im Öffentlichen Personennahverkehr (Vorlage 17/678) wird ausgeführt: „Untersuchungen des LANUV NRW zu den Luftreinhalteplänen zeigen, dass der ÖPNV an einzelnen Belastungsschwerpunkten durchaus einen Anteil von einem Fünftel bis zu einem Viertel an der innerstädtischen NOx-Belastung hat.

In der Sitzung des Verkehrsausschusses am 11. April 2018, in dem diese Vorlage diskutiert wurde, wurde auch auf ein Gutachten des Ingenieurbüro Lohmeyer zum Luftreinhalteplan Düsseldorf verwiesen, der einen Anteil des ÖPNV von 14 Prozent Minderungspotential an NOx ausmacht. Laut Luftreinhalteplan der Stadt Düsseldorf aus dem Jahr 2013 liegt der Anteil der ÖPNV-Busse am NOx-Ausstoß bei 5,7 Prozent.

In diesem Zusammenhang fragen wir die Landesregierung:

  1. An welchen konkreten Belastungsschwerpunkten haben Untersuchungen des LANUVs einen Anteil von 20 bis 25 Prozent an der innerstädtischen NOx-Belastung festgestellt?
  2. Aufgrund welcher Berechnungen und Datengrundlage geht die Landesregierung von einem Anteil des ÖPNV von 20 bis 25 Prozent an den gemessenen innerstädtischen Stickoxidbelastungen aus? (Bitte nach Städten aufschlüsseln)
  3. Laut dem Lohmeyer-Gutachten für die Stadt Düsseldorf liegt der Anteil der ÖPNV- Dieselbusse dort bei rund 14 Prozent der Gesamtbelastung mit NOx. Wie kommt diese Berechnung zustande, da im Jahr 2013 noch von einem Anteil von 5,7 Prozent ausgegangen wurde?
  4. Laut dem Lohmeyer-Gutachten wäre ein Minderungspotential von 14 Prozent NOx- Anteil in Düsseldorf möglich, wenn die gesamte Busflotte auf Elektromobilität umgestellt würde. Wie bewertet die Landesregierung diese Maßnahme im Hinblick auf die Einhaltung der NOx-Grenzwerte, die laut dem gleichen Gutachten nur durch die Einführung einer Blauen Plakette und durch strikte Kontrolle der Befolgung zu erreichen sind?
  5. In welchen Städten in NRW, die bislang den Grenzwert von 40 µg/m³ im Jahresmittel nicht einhalten, würde ein Minderungspotential von 20 bis 25 Prozent der NOx-Anteile durch die komplette Umstellung auf Elektromobilität im ÖPNV erreicht?

Diese Seite drucken