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Klare Perspektive für die Grundschulen bieten

Die Landesregierung vertröstet die Grundschulen seit Monaten bei zentralen Fragen wie der Lehrerbesoldung oder dem Ausgleich sozialer Benachteiligung. Wir haben zentrale Forderungen für die Zukunft der Grundschule erarbeitet.

Die Grundschulen in NRW leisten einen elementaren Beitrag für Integration und Inklusion, wirken in den Stadtteil und legen den Grundstein für eine gelingende Bildungsbiografie. Deswegen brauchen sie mehr Unterstützung, mehr pädagogische Freiheit und Perspektiven für eine zukunftsfähige Unterrichtsentwicklung. Die Lehrkräfte brauchen eine gerechte Bezahlung und Unterstützung durch multiprofessionelle Teams. Die Qualität beim Ganztag muss gesichert und weiterentwickelt werden. Das alles weiß auch die Landesregierung. Trotzdem vertröstet sie die Schulen seit Monaten, statt zu handeln. Ministerin Gebauer hat bereits mehrfach einen Masterplan Grundschule angekündigt, aber nie geliefert.

Wir fordern von der Landesregierung ein umfassendes Paket, unter anderem mit einem Konzept, wie Grundschulen sich zu Quartiersschulen entwickeln können und einem schulscharfen Sozialindex. Die Bezahlung der Lehrkräfte an Grundschulen muss für mehr Gerechtigkeit an das Niveau der Lehrkräfte in der Sekundarstufe II angepasst werden. Grundschulen sollen Möglichkeit erhalten, in den gebundenen Ganztag zu wechseln. Die Qualität im offenen Ganztag muss durch eine Grundförderung je Gruppe sichergestellt und eine systematische Fortbildung der Lehrkräfte und aller im Offenen Ganztag Beteiligten vorgesehen werden. Informatische Grundbildung soll in Zusammenarbeit mit den NRW-Hochschulen und begleitet durch entsprechende Fortbildungen für Lehrkräfte in den Grundschulunterricht implementiert wurden. Außerdem sollen Mehrsprachigkeit, Sprachlernkonzepte und sprachsensibler Unterricht in die Ausbildung integriert werden. Neben der Unterstützung von konfessionell-kooperativem Unterricht soll das Fach „Praktische Philosophie“ an Grundschulen eingeführt werden.

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