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Waldbrandgefahr in NRW ernstnehmen und effektiv bekämpfen!

Der Wald bekommt die Folgen des Klimawandels deutlich zu spüren. Die durch die Trockenheit der letzten Jahre bedingte Waldbrandgefahr in NRW war noch nie so akut wie heute. Durch sie geraten auch Waldarbeiter*innen, Besucher*innen und angrenzende Anwohner*innen in Gefahr.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst spürbar. Welche Probleme die ausbleibenden Niederschläge und staubtrockenen Böden mit sich bringen, zeigen sich derzeit besonders im Wald. Ganze Bestände sterben ab und Schädlinge wie der Borkenkäfer konnten sich ausbreiten wie nie zuvor. Mit der anhaltenden Trockenheit steigt auch die Waldbrandgefahr in NRW akut an.

Bis zum 28.04.2020 sind in Nordrhein-Westfalen 18 Waldbrände mit einer Waldbrandfläche von etwa 70 Hektar zu verzeichnen. In kürzester Zeit können große Waldflächen mit hohem Sicherheitsrisiko für Menschen und Tiere zerstört werden. NRW muss es gelingen, Waldbränden präventiv zu begegnen und im Falle eines Brandes mit der erforderlichen Ausstattung der Feuerwehr den Brand schnellstmöglich zu löschen.

Die Landesregierung sollte im Dialog mit allen beteiligten Akteur*innen ein Waldbrandkonzept für NRW entwickeln, in dem besonders vom Waldbrand gefährdete Waldflächen erfasst und hinsichtlich der ergriffenen Maßnahmen zum präventiven Brandschutz überprüft werden. Präventiv kann mit dem Ausbau von Laubholzmischwäldern dem Waldbrand begegnen werden, weil diese Arten mehr dazu beitragen, den Boden feucht und kühl zu halten. Waldbesitzer*innen sollten weiterhin dabei unterstützt werden, Schadholz, Äste und Zweige aus den Wäldern zu entfernen, da sie das Risiko eines Brandes erhöhen. Die Waldbrandfrüherkennung durch den Einsatz von optischen Sensorsystemen kann eine Lösung sein, um die Gefahr frühzeitig einzudämmen .

Damit die Feuerwehr schnell handeln kann, muss ein barrierefreier Zugang zu den Wäldern gewährleistet sein. Die Landesregierung soll ermitteln, wie hoch der Bedarf an geländegängigen Löschfahrzeugen ist und die Beschaffung über die Feuerschutzsteuer unterstützen. Sie soll auch prüfen, wie die Kapazitäten ausgebaut werden können, um Feuer aus der Luft zu löschen. Das ist gerade zu Beginn von Waldbränden entscheidend. Wichtig ist auch, dass die Feuerwehrleute durch die Kommunen mit einer geeigneten leichten Schutzausrüstung ausgestattet sind.

Klar ist, dass der Wald die Lebensgrundlage aller Lebenswesen ist. Er für die Artenvielfallt und die Stabilisierung unseres Ökosystems unabdingbar und schützenswert. Aber auch zum Schutz der Bevölkerung ist ein effektives Waldbrandpräventionsprojekt unerlässlich.

 

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