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Grüne Abgeordnete besuchen Volkshochschulen

Volkshochschulen leisten einen zentralen Beitrag zur Integration

Ob Sprachkurse, interkulturelle Bildung oder die Möglichkeit, ungeachtet des Alters Schulabschlüsse zu erwerben – die Volkshochschulen in Nordrhein-Westfalen leisten einen zentralen und wertvollen Beitrag zur Weiterbildung und bei der Integration von Zugewanderten. Um sich über diese wichtige Arbeit zu informieren und sich mit den Leiter*innen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auszutauschen besuchen die Grünen Abgeordneten im Rahmen der Aktion „Fraktion vor Ort“ Volkshochschulen in NRW.

Nordrhein-Westfalen hat eine so vielfältige und aktive Weiterbildungslandschaft wie kein anderes Bundesland. Die Volkshochschulen bieten gemeinsam mit weiteren gemeinwohlorientierten Weiterbildungsträgern ein unverzichtbares Angebot. Das niedrigschwellige und breitgefächerte Kursangebot richtet sich an alle Bevölkerungsgruppen.

Mit großen Engagement haben die Volkshochschulen gerade in den letzten beiden Jahren zahlreiche Sprachkurse für die Geflüchteten organisiert und stehen den Menschen auch bei vielen anderen Fragen beratend zur Seite. Somit tragen die Volkshochschulen auch enorm zu einer Willkommenskultur bei.

Gemeinsam haben Land und Volkshochschulen die Herausforderungen durch die stark gestiegene Zuwanderung angenommen. Im kommenden Haushaltsjahr steigern wir den Etat für Weiterbildung auf die Rekordsumme von 104,4 Millionen Euro. Das sind 26,7 Millionen Euro mehr als noch 2010, eine Steigerung um 34,4 Prozent unter Rot-Grün.

Wir GRÜNE wollen die Volkshochschulen weiter unterstützen, denn wir brauchen auch langfristig ein breites und qualifiziertes Angebot.

Gudrun Zentis hat die Volkshochschule in Bergheim besucht. Dort tauschte sie sich mit Direktorin Dr. Ute Bermann-Klein aus und konnte sich die neu renovierten und nunmehr behindertengerechten Räumlichkeiten der VHS anschauen.

„Die Weiterbildung ist unverzichtbar, besonders in einer sich ständig wandelnden Gesellschaft mit neuen Herausforderungen. Gerade auch mit Blick auf die stark gestiegene Zuwanderung in unserem Land, nimmt die Weiterbildung eine herausragende Stellung ein. Insbesondere für all jene, die nicht mehr schulpflichtig sind und die deutsche Sprache erlernen wollen. Die Weiterbildungseinrichtungen haben da schnell und gut reagiert und sich darauf eingestellt. Neben kurzfristigen Förderprogrammen hat das Land diese Leistung honoriert und die Finanzierung der Weiterbildung enorm angehoben. Wie gut dies auch in der VHS Bergheim angekommen ist, ist auch daran zu sehen, dass die VHS durch eine weitere hauptamtliche Person gestärkt wurde."

Unsere Sprecherin für Weiterbildung hat sich auch die Geschäftsstelle Düren der VHS Rureifel angeschaut. Die VHS bietet im Jahr in der Stadt Düren und in zehn ländlichen Kommunen rund 28.000 Unterrichtsstunden flächendeckend an. Sie sprach dort unter anderem mit dem Leiter der VHS, Friedhelm Eßer.

„Ich bin beeindruckt von dem umfangreichen Angebot der VHS Düren Rureifel. Egal ob es sich um Anforderungen im beruflichen, familiären oder gesellschaftlichen Bereich handelt – jeder kann hier ein passendes Angebot finden. Lebenslanges Lernen ist das Programm. Großes Lob für das Engagement mit dem viele Sprach- und Integrationskurse eingerichtet wurden. Man ist mit ganzem Herzen dabei.“

Mehrdad Mostofizadeh hat die Volkshochschule in Essen besucht. Dort sprach er mit Leiter Michael Imberg unter anderem über die Herausforderungen bei der Alphabetisierung von Geflüchteten und die Vermittlung von Sprachkenntnissen, sowie die Digitalisierung und über eine stärkere regionale Kooperation der Weiterbildung.  

„Ich bedanke mich herzlich für das offene und konstruktive Gespräch. Die VHS Essen leistet einen tollen Beitrag zur Weiterbildung, das zeigt beispielsweise die hohe Erfolgsquote bei den Schulabschlusskursen. Ich freue mich über derart engagierte Träger.“

Der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Landtag war auch bei der VHS Oberhausen zu Gast.

„Ich fand es sehr interessant zu erfahren, dass schon 1919 Bergleute und Stahlarbeiter vor und nach der Schicht in die Volkshochschule gegangen sind, um ihre Deutsch- und Rechenkenntnisse zu verbessern. Und auch heute sorgt das Team der VHS Oberhausen mit viel Engagement für ein umfangreiches Weiterbildungsangebot, dass allen Bürgerinnen und Bürgern offen steht.“

Dagmar Hanses hat in der VHS Lippstadt an einem Integrationskurs teilgenommen:

"Die VHS hat einen beeindruckenden Bildungsmarathon aufgenommen. 5000 zusätzliche Stunden Sprachkurse für Geflüchtete innerhalb eines Jahres sind ein beachtlicher Zwischenspurt. Doch auch die Gewinnung neuer Zielgruppen, eine faire Vergütung von Dozentinnen und Dozenten sowie der Ausbau der digitalen Infrastruktur sind uns gemeinsam wichtig."

Rolf Beu hat die Volkshochschule Bonn besucht. Dort tauschte er sich mit Direktorin Dr. Ingrid Schöll aus:

„In Bonn besuchen Menschen aus über 160 verschiedenen Nationen die VHS. Sie ist das Abbild einer Stadt, die aus 51 völlig unterschiedlichen Stadtteilen mit einer vielfältigen und bunten Bevölkerung besteht. Ich habe zudem erfahren, dass der demografische Wandel auch die VHS erreicht habe: Neben jüngeren, gebe es zunehmend ältere Besucherinnen und  Besucher. Unterrepräsentiert seien die mittleren Jahrgänge, da sie zwischen Familie und Arbeit immer weniger Zeit hätten.“


v.l.n.r.: Dr. Marc Schrameyer (Bürgermeister Ibbenbüren), Cornelia Baumann (VHS-Leiterin), Dr. Marlene Klatt (Fraktionssprecherin der Grünen im Ibbenbürener Stadtrat) und Norwich Rüße MdL

In der Volkshochschule Ibbenbüren wurde Norwich Rüße unter anderem von Leiterin Cornelia Baumann empfangen. In einem ausführlichen Gespräch erläuterte sie dem Landtagsabgeordneten die aktuellen Herausforderungen: Neben den „klassischen“ Aufgaben seien jetzt vor allem Integrationskurse in den Mittelpunkt der Arbeit gerückt, trotzdem wolle man den Bürger*innen auch weiterhin das gewohnte Angebot bieten. In nächster Zeit sollen zudem neue Ideen für ein abwechslungsreiches und spannendes Kursangebot entwickelt werden. 

„Das Team der Ibbenbürener VHS leistet bei der Integration und der Weiterentwicklung ihres Kursangebotes eine hervorragende und wichtige Arbeit. Dieses Engagement verdient Anerkennung und Dank."


v.l.n.r.: Direktorin Bettina Sommerbauer, Verena Schäffer MdL und Paul Wood (Grüne Fraktion im Rat Witten)

Verena Schäffer hat die VHS Witten/Wetter/Herdecke besucht:

"Ich bin beeindruckt von dem Engagement und dem breiten Angebot der Volkshochschule Witten/Wetter/Herdecke. Ob bei der Integration von Geflüchteten, bei Bildungsangeboten für Menschen ohne Arbeit oder auch den Möglichkeiten für weiterführende Schulabschlüsse  - die Volkshochschulen leisten unverzichtbare Arbeit."

Josefine Paul war in der Volkshochschule Münster zu Gast und hat sich dort unter anderem einen vom Land mitfinanzierten Integrationskurs angeschaut.

„Der heutige Besuch in der VHS Münster hat mir noch einmal besonders deutlich gemacht, welche wichtige Arbeit auch im Bereich der Sprach- und Integrationskurse durch die Weiterbildungseinrichtung geleistet wird. Besonders beeindruckt hat mich das große Engagement der Menschen, die in diesen Kursen die deutsche Sprache lernen und unsere Kultur kennenlernen.“

 

Martin-Sebastian Abel und Stefan Engstfeld haben die Volkshochschule in Düsseldorf besichtigt und sich mit Direktorin Simone Bruns ausgetauscht.

„Pro Jahr finden an der VHS in Düsseldorf 5.000 Veranstaltungen, 125.000 Unterrichtsstunden und 60.000 Belegungen statt. Wir konnten uns heute vor Ort ein umfassendes Bild machen, wie lebensbegleitendes Lernen bei der zweitgrößten Volkshochschule des Landes kommunal verankert werden kann. Mit den Integrations- und Deutschkursen für geflüchtete Menschen leistet die Volkshochschule zudem einen großen Beitrag zur schnellen und gelungenen Integration. Dabei kann die VHS Düsseldorf auf jahrelang gewachsenen Strukturen und einen festen Kern von Dozentinnen und Dozenten setzen. Unser Respekt und Wertschätzung für die geleistete Arbeit, die wir heute gesehen haben.“


v.l.n.r.:
Dr. Birgit Beisheim, Dr. Gerhard Jahn, Direktor der VHS Duisburg, Barbara Aldag, stellvertretende Leitung VHS Duisburg

Birgit Beisheim hat die VHS in Duisburg besucht und sich die dortigen Weiterbildungsangebote angeschaut.

„Es gibt große marginalisierte Gruppen, die es auf dem normalen Weg nicht schaffen erfolgreich ihren Weg in die Gesellschaft zu finden. Die VHS Duisburg bietet, auch in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter, für diese jungen Menschen kostenlose Kurse an, in denen sie Schulabschlüsse nachholen können. Darunter befinden sich auch viele funktionale Analphabeten, bundesweit ca. 7 Millionen, um die sich die Volkshochschule kümmert. Dies ist ein Teilbereich des großen Weiterbildungsangebotes der VHS, der für den Zusammenhalt der Gesellschaft von besonderer Bedeutung ist."


v.l.n.r.: Dr. Karl Thönnissen, Abteilungsleiter Öffentlichkeitsarbeit, Dr. Beate Blüggel, Direktorin, Karin Schmitt-Promny MdL, Burkhard Storbeck, Abteilungsleiter Fremdsprachen

Karin Schmitt-Promny war in der Volkshochschule Aachen zu Gast. Dort informierte sie unter anderem Direktorin Dr. Beate Blüggel ​über das breite Spektrum ihres VHS-Angebotes. Insbesondere verwies die Leiterin auf die Integrationsmaßnahmen für die vielen geflüchteten Menschen und die nachholenden Schulabschlüsse.

"Die Volkshochschulen werden ihrem Namen gerecht. Sie sind ein unverzichtbarer Träger der Weiterbildung und Partner für das lebenslange Lernen. Besonders beeindruckend sind die vielfältigen Integrationsmaßnahmen für Geflüchtete von der Alphabetisierung über Sprach- und Integrationskurse bis hin zur Vorbereitung auf die Aufnahme eines Hochschulstudiums."

Sigrid Beer hat die Volkshochschule in Paderborn besucht.

„Die VHS in Paderborn hat eine zentrale Funktion in der Sprachförderung und der Integrationsarbeit insgesamt. Zum Beispiel auch durch die Qualifizierung von Ehrenamtlichen. Das Land hat hier an der richtigen Stelle investiert. Die VHS machte aber auch darauf aufmerksam, dass sie trotz Zertifizierung gegenüber dem BAMF sehr aufwändige Unterlagen beibringen müsse, hier ist eine Entbürokratisierung gefordert.“

Ruth Seidl war in der Volkshochschule Heinsberg zu Gast.

„Die Volkshochschule im Kreis Heinsberg beweist eindrücklich, dass es auch in einem großen Flächenkreis gelingen kann, verteilt über alle Städte und Kommunen ein umfassendes (Weiter-)bildungsangebot auf die Beine zu stellen. Darüber hinaus hat die VHS zahlreiche Anstrengungen in personeller und räumlicher Hinsicht unternommen, um zusätzliche Sprach- und Integrationskurse für Geflüchtete anzubieten. Mit ihrer vorbildlichen Arbeit trägt sie entscheidend zu einer gelingenden Integration bei.“

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