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Grüne Abgeordnete besuchen Jugendverbände

Die Perspektiven und Interessen von Jugendlichen ein- und ernstnehmen

Mitwirkung, Freiräume, soziale Teilhabe, Bildung und Jugendverbandsarbeit: Unter anderem über diese Themen tauschen sich die Abgeordneten der GRÜNEN Landtagsfraktion bei der aktuellen Ausgabe der Aktion „Fraktion vor Ort“ aus. Mit ihren Besuchen bei Jugendverbänden in ganz NRW wollen die Grünen Mitglieder des Landtages auch die wichtige Arbeit der jungen Engagierten würdigen.

Die Perspektive von jungen Menschen einnehmen, ihnen zuhören und sie ernst nehmen: Für uns GRÜNE ist das selbstverständlich. Deswegen beteiligen wir uns natürlich sehr gerne auch an der Kampagne „#jungesnrw. Perspektive für alle!“ des Landesjugendrings. Er will damit zeigen, dass junge Menschen wichtige Ansichten und gute Ideen haben, die es verdienen, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Das sehen auch wir genauso: Denn es sind die Jugendlichen, die am längsten mit den politischen Entscheidungen leben müssen – ihre Stimme muss also mehr Gehör finden.

Die Jugendverbände in Nordrhein-Westfalen sind wichtige Pfeiler für eine gelingende Sozialisation und Persönlichkeitsentwicklung von jungen Menschen. Sie bieten vielfältige Chancen der Selbstorganisation, der politischen Bewusstseinsbildung, aber auch der Freizeit und Erholung für Jugendliche. Außerdem vertreten die Jugendverbände die Interessen der Heranwachsenden in der Gesellschaft und ermöglichen so Partizipation. Wir sind dankbar für diesen Einsatz und wollen ihn fördern.

Im Landtag NRW setzen wir uns auch weiterhin dafür ein, dass auch die Perspektive der jungen Menschen im Land eingenommen und bei Entscheidungen ihre Wünsche, ihre Werte und ihre Vorstellung von Zukunft beachtet werden. Denn für uns GRÜNE gehört es zu unserem demokratischen Grundverständnis, junge Menschen an Politik zu beteiligen.  Auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist es umso wichtiger, die jungen Menschen aktiv einzubeziehen, denn sie sind im Vergleich zur Gesamtheit der Wahlberechtigten deutlich unterrepräsentiert.

Dagmar Hanses hat in Siegen Stylefiasko e.V. besucht:

„Stylefiasko ist ein Verein für urbane Jugendkultur in Siegen. Wir haben uns über Freiräume ausgetauscht. Jugendliche und ihre Ausdrucksformen werden häufig aus dem öffentlichen Raum verdrängt. In der Stadt Siegen gibt es über 100.000 Einwohner*innen, leider aber nur eine legale Graffitifläche. Mit dem ehrenamtlichen Engagement von Stylefiasko werden Orte von Jugendlichen zum Beispiel durch Graffitikunst und Musik zurück erobert. Davon brauchen wir viel mehr in NRW!“

Die jugendpolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion hat sich auch mit der Sportjugend NRW ausgetauscht und Vertreter*innen im Erlebnisdorf Hinsbeck bei Nettetal getroffen:

„Beim Sportevent der Sportjugend NRW lautete das Motto 'Freiheit durch Demokratie und Partizipation'. In einem Workshop mit SCHLAU NRW wurden Fragen um das Coming-Out im Sport für Jugendliche mit LSBTI-Identität besprochen. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion mit den jugendpolitischen Sprecher*innen der Landtagsfraktionen haben Jugendliche deutlich ihre Interessen vertreten. Eine so aktive Jugend macht mir Mut."

Mehrdad Mostofizadeh hat den Bund der Deutschen Katholischen Jugend in Essen besucht. Dort tauschte er sich mit Jonas Paulukat (l.), Anna Strack und Christian Toussaint (r.) aus.

"Spannendes Gespräch mit dem Vorstand des BDKJ Essen. Die thematische Nähe zu uns war sehr erfreulich, so konnten wir uns zu den Punkten Senkung des Wahlalters auf 16, Freiräume für Jugendliche und junge Menschen sowie Nachhaltigkeit bestens austauschen. Auch den praktischen Wunsch, in Essen den administrativen Zugang zu den Erweiterten Führungszeugnissen zu verbessern, habe ich gerne mitgenommen."

Gudrun Zentis war bei der Jugendorganisation des THW Schleiden zu Gast:

„Neben den Vertretern des Dachverbandes habe ich Betreuerinnen und Betreuer kennen gelernt, die mit ganzen Herzen die Jugendlichen und Kinder in die technische Arbeit der Hilfe, die das THW in Katastropheneinsätzen gewährt, einweisen. Wie sichere ich das technische Werkzeug im Wagen oder Anhänger ab, um sicher an den Einsatzort zu gelangen? Wie leuchte ich den Einsatzort aus, damit andere helfen können? Oder wie knote ich eine Ständer zusammen, um verletze, abgestürzte Personen zu bergen? Alle waren voll bei der Sache und engagiert. Im persönlichen Gespräch habe ich die Beweggründe für den Einsatz erfahren: interessante Arbeit, ein nettes Miteinander und Freizeitgestaltung, Einsatz und Verantwortung für das Gemeinwohl. Ich bin begeistert über das Engagement der jungen Menschen und froh, diese Gruppe besucht zu haben."

Außerdem hat Gudrun Zentis an der ersten gemeinsamen Übung des Jugendrotkreuz Puhlheim-Sinnersdorf und der Jugendfeuerwehr Bergheim-Büsdorf teilgenommen.

„Ich war beeindruckt von dem Engagement der Nachwuchskräfte in einem Ehrenamt, von der Begeisterung, die sie hatten, ihre Zeit in den Dienst anderer Menschen zu stellen. Dazu gehören natürlich auch die Betreuer*innen, die eine angenehme Atmosphäre schaffen. Sie sorgen für ein gutes Miteinander und wecken die Begeisterung für die Tätigkeit. Ihnen allen ein großes Lob und Dankschön für ihren selbstlosen Einsatz."

Martina Maaßen hat am Kinder- und Jugendtraining der KSG OH-DO-KWAN e.V. in Viersen-Dülken  teilgenommen:

„Der Taekwondo Verein Oh-Do-Kwan ist ein tolles Angebot für Jung und Alt. Die Vereinsarbeit könnte aber durch verschiedene, kleine Hilfestellungen noch um einiges erleichtert werden. So würde sich der Verein sehr freuen, die Halle auch für gelegentliche Sonderevents, wie Training mit Übernachtung nutzen zu können. Eine kleine Möglichkeit, Viersen für Kinder und Jugendliche attraktiver zu machen." 

Herbert Goldmann hat sich mit Mitgliedern des Pfadfinder-Stamms Goten in Unna ausgetauscht:

„Junges Engagement muss gefördert werden und es bedarf eines respektvollen Austausches miteinander. Ich habe mich gefreut, aus erster Hand von den Jugendlichen zu erfahren, wofür sie sich interessieren und was sie besorgt. Sie haben die Chance genutzt, sich Gehör zu verschaffen, und ich habe sehr gerne von der Arbeit im Landtag berichtet. Ein sehr bereicherndes Treffen.“

Unsere Düsseldorfer Abgeordneten Monika Düker, Stefan Engstfeld und Martin-Sebastian Abel waren beim Jugendring in Düsseldorf und dem Fortuna-Fanprojekt im Haus der Jugend zu Gast. Dazu erklären die drei:

„Jugendverbände sind wichtiger Bestandteil einer lebendigen und pluralen Jugendarbeit. Sie bieten Jugendlichen Ort sich gesellschaftlich zu engagieren, Gemeinschaft zu erleben und Freizeit zu gestalten. Neben finanzieller Untersetzung brauchen Jugendliche aber auch Freiräume jenseits der Schule und Studium. Auch hier wird fürs Leben gelernt. Das alles kann bei der Arbeit des Jugendring Düsseldorf hautnah miterlebt werden. Die Jugendarbeit des Fanprojekts ist ebenso beeindruckend und vorbildlich für andere Städte und Vereine. Besonders das Engagement gegen Rassismus, Homophobie und Sexismus wird in Zusammenarbeit mit der organisierten Fanszene angepackt.“

Horst Becker hat sich mit Pfadfindern in Lohmar ausgetauscht:

"Zeit für ehrenamtliche Arbeit ist außerordentlich wichtig, um für Jugendliche unter Anleitung die Chance zur Selbstorganisation und Interessensvertretung, der politischen Bewusstseinsbildung, aber auch für Freizeit und Erholung zu bieten. Dafür leisten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Lohmar seit mehr als 65 Jahren tolle Arbeit. Wir in Lohmar sind dankbar für diesen Einsatz der Pfadfinder*innen und werden ihn weiter fördern. Auch im Landtag NRW setzen wir uns weiterhin dafür ein, dass die Perspektiven der jungen Menschen im Land eingenommen und bei Entscheidungen beachtet werden."

Die für die Naturschutzjugend (NAJU) tätigen Mitglieder des Naturschutzbundes begrüßten Norwich Rüße im NABU-Lehmdorf in Steinfurt. Dort erläuterten sie dem Landtagsabgeordneten ihr breites Angebot an Freizeit-Aktivitäten für Jugendliche sowie ihre Umweltbildungsangebote für Schulen, sowohl im regulären Unterricht als auch im offenen Ganztag.  In ihren örtlichen Gruppen ist die NAJU im Kreis Steinfurt vor allem im praktischen Naturschutz aktiv: Die Jugendlichen pflanzen Bäume, bauen Krötenfangzäune, kümmern sich um Streuobstwiesen, schützen Vögel, Fledermäuse, Wildbienen und andere Arten. Zu dem weiten Spektrum der kreisweiten Aktivitäten gehören ein Tierschutzseminar, eine Boden-AG ("Boden ist Leben") und Ferienspaß-Aktionen. Dazu Norwich Rüße:

"Die NAJU bietet für junge Menschen zwischen 14 und 27 einzigartige Möglichkeiten, sich für Natur und Umwelt zu engagieren. Jugendliche können dort lernen, sich in ihrer Freizeit sinnvoll zu engagieren und sich für das Gemeinwohl einzusetzen. Die Betreuer aus den Reihen des NABU Steinfurt verdienen Anerkennung und Dank für den zum großen Teil ehrenamtlich geleisteten Einsatz."

Josefine Paul war bei der DGB-Jugend Münsterland zu Gast:

„Danke für den engagierten und spannenden jugendpolitischen Austausch im Rahmen der Kampagne #jungesnrw.“

Jutta Velte hat junge Erwachsene getroffen, die sich bei der Remscheider Sportjugend engagieren:

"Sportjugend - ein starker Teil Remscheids! Danke für die Gastfreundschaft. Ich habe viel dazu gelernt und auch etliche Hausaufgaben mitgenommen."

Bei der Jugendfeuerwehr in Remscheid-Hasten hat Jutta Velte an einer Löschübung teilgenommen. Während des Besuchs berichteten ihr die Jugendlichen mit Begeisterung von ihrer Ausbildung bei der Feuerwehr, dem Sport, den Theoriestunden und gemeinsamen Treffen mit anderen Jugendfeuerwehren.

„Auch für die Feuerwehr ist das Engagement der Kinder und Jugendlichen sehr wichtig. Es ist schön mit anzusehen, wie viel Spaß es Mitgliedern der Jugendfeuerwehr macht sich einzubringen und für ihr Leben zu lernen.“

Hans Christian Markert hat sich mit Vertreter*innen des Stadtjugendringes in Grevenbroich ausgetauscht.

„Mein Treffen mit den engagierten jungen Menschen war klasse. Wir haben uns gemeinsam vorgenommen, zum Beispiel ein Ausbildungs-Speed-Dating zu veranstalten und eine Immobilie für ein 'Haus der Jugend' zu suchen.“

Karin Schmitt-Promny hat eine Aktion des BDKJ in Alsdorf besucht.

"Zurzeit tourt das Kunstwerkstattmobil unter dem Motto "Deine Botschaft an die Welt" durch die Städteregion Aachen. Mit dieser Aktion möchte der BDKJ Aachen den Jugendlichen eine Bühne für Ihre persönlichen Botschaften bereiten. Die Jugendlichen gaben ihren Gedanken Ausdruck durch selbst vorgetragene Texte, Lieder, Tänze, Performances, Pantomimen oder Theater. Die Botschaften der Jugendlichen waren engagiert und haben mich berührt. Sie appellierten auf sehr vielfältige Art und Weise an die uneingeschränkte Solidarität mit Hilfsbedürftigen und der Teilhabe von jungen Menschen.“

Matthi Bolte hat sich mit Vertreter*innen des Jugendrotkreuzes und des Bielefelder Jugendrings getroffen.

„Das Jugendrotkreuz erfüllt eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, weil es Kinder und Jugendliche an Themen wie Erste Hilfe (z.B. beim Schulsanitätsdienst) und Unterstützung für Geflüchtete heranführt. Wir haben lange darüber gesprochen, wie Politik dieses ehrenamtliche Engagement besser unterstützen kann. Insgesamt nehme ich aus dem Termin mit, dass wir auf einem guten Weg sind, aber auch noch einiges tun müssen, um politische und gesellschaftliche Beteiligung für junge Menschen in NRW zu verwirklichen. Das ist eine Aufgabe, der wir Grüne uns gerne stellen!“



Sigrid Beer
besuchte die Evangelische Jugend im Kirchenkreis Paderborn. Dort wurde sie unter anderem über die erfolgte Neustrukturierung der Arbeit informiert. Wie die Zugänge zur evangelischen Jugendarbeit heute gestaltet sind, war für Sigrid Beer besonders spannend, da sie gut 20 Jahre selbst sowohl ehren- wie hauptamtlich in der kirchlichen Jugendarbeit im Kirchenkreis tätig war. Eine zentrale Veranstaltung ist die Jugendvollversammlung, die zweimal im Jahr im Kirchenkreis stattfindet. Bis zu 100 Jugendliche beschäftigen sich mit einem Schwerpunkthema wie zum Beispiel Rechtsextremismus bei der Tagung auf der Wewelsburg im Frühjahr 2016. Ein weiterer Schwerpunkt sind Kinderangebote wie z.B. die Stadtranderholung in den Ferien.

„Das sichtbare Engagement für Menschenwürde und Menschenrechte, den sozialen Zusammenhalt und die demokratischen Grundwerte ist gerade jetzt immens wichtig“, betont Sigrid Beer. Persönliche und gesellschaftliche Zukunftsfragen wie auch die Bewahrung der Schöpfung motivieren junge Menschen, sich politisch einzumischen. „Dass die Ev. Jugendarbeit auch den Stadtjugendrat unterstützt, begrüße ich sehr“, und so verbindet Sigrid Beer ihren Besuch mit einer Einladung nach Düsseldorf in den Landtag, um sich dort über die Anforderungen von Jugendlichen an die Politik auseinanderzusetzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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