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Hambacher Forst

RWE muss ein deeskalierendes Signal senden

Die Auseinandersetzungen zwischen der RWE AG und den Demonstrierenden rund um den Hambacher Forst laufen nun schon seit vielen Jahren. Das harte Vorgehen des Unternehmens und die wiederholten Demonstrationen haben zu verhärteten Fronten auf beiden Seiten geführt.

Die Restflächen des Hambacher Forstes und der angrenzenden Wiese werden bei ungebremsten Kohleabbau erst in einigen Jahren in Anspruch genommen werden.

Ich fordere RWE deshalb auf, zur Deeskalation der Gewaltspirale im Hambacher Forst beizutragen. Alle Arbeiten jenseits der stillgelegten A4 sollten eingestellt werden, damit der Schlichtungs-Vorstoß aus dem Kreis Düren Erfolg haben kann.

Dies entlastet auch die Polizei, die dann nicht mehr mit einer so hohen Präsenz wie zurzeit die Abbautätigkeiten von RWE gegen Demonstrationen der Aktivistinnen und Aktivsten schützen muss. Traurig ist, dass sich nicht nur die Aussagen der Protestierenden, sondern auch vieler Besucherinnen und Besucher des Hambacher Forstes bewahrheitet haben: Auch die von RWE vor Ort eingesetzte Security ist nicht unschuldig an der derzeitigen Eskalation der Gewalt. Wie kann zum Beispiel das bewusste Überfahren von Menschen in Kauf genommen werden?

Und nach wie vor stellt sich die Grundsatzfrage: Brauchen wir die komplette Kohle des Tagebaus Hambach, um die Energieversorgung in den kommenden 30 Jahren sicherzustellen? Schon jetzt deckt der Anteil der Erneuerbaren Energien rund ein Drittel des gesamten Stromverbrauches. Auch RWE hat das nach langem Zögern erkannt und ist nun dabei, den Konzern umzubauen.