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Oliver Keymis zum Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung

Freier Eintritt in Landesmuseen fördert kulturelles Verständnis

Kulturelle Vielfalt heißt, Unterschiede als gesellschaftliche Ressource und als Chance zu verstehen. Um kulturelle Vielfalt wertschätzen zu können, muss jedoch die eigene Kultur bekannt sein. Deswegen haben wir mit der SPD die Landesregierung beauftragt, zu prüfen, ob und wie jungen Menschen freier Eintritt in Landesmuseen gewährt werden kann.

Wir wollen eine aktive Begegnung der Kulturen der Welt, denn sie trägt zu gegenseitigem Respekt, zu Anerkennung und Toleranz bei. Kultureller Austausch ist unverzichtbar für ein tolerantes, friedliches Zusammenleben Durch ihn kann die Verständigung und Auseinandersetzung von Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, Religionen und Lebenskonzepten gelingen. So ist Kulturpolitik Friedenspolitik, und kulturelle Verständigung Schlüssel für ein zusammenwachsendes Europa.

Zur Kultur eines Einwanderungslands gehört auch Offenheit gegenüber Menschen aus anderen Kulturen, Ethnien und Religionen. Hierbei liegt ein besonderes Augenmerk auf der Begegnung der Kulturen und der Förderung von Kunst und Kultur der in Deutschland lebenden Migrant*innen. Ihre Kreativität ist eine Ressource, die gesellschaftliche Innovation hervorbringt.

Andere als gleichberechtigt ansehen zu können, setzt jedoch Kenntnis und Wertschätzung der eigenen Kultur voraus. Deswegen ist es von besonderer Bedeutung, Zugang zu Kunst und Kultur allen Bürger*innen zur Verfügung zu stellen, möglichst schon in Kindheit und Jugend. Gemeinsam mit der SPD-Fraktion haben wir im Landtag die Landesregierung aufgefordert, zu prüfen, ob das Land allen Kindern und Jugendlichen bis zum Alter von 21 Jahren freien Eintritt in alle Sammlungen und Präsentationen gewähren kann, die sich mehrheitlich oder ganz in Trägerschaft des Landes NRW befinden. Dieses Angebot sollte dann auch für engagierte junge Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr, Freiwilligen Ökologischen Jahr und Bundessfreiwilligendienst gelten.

Wir wollen, dass Kultur und Künste eine inkludierende Rolle in unserer Gesellschaft spielen. Denn Kultur und Künste grenzen niemanden aus. Die Begegnung mit ihnen macht Menschen sogar in gewisser Weise gleich, auch wenn sie verschieden sind und unterschiedlich auf diese Begegnungen reagieren.

Kunst und Kultur kann als eine Art gesellschaftliches Grundnahrungsmittel helfen, kulturelle Vielheit und Vielfalt zu erleben und weiterzuentwickeln. Interkulturell begreifen wir, voneinander zu lernen, uns in unserer Diversität zu akzeptieren, neugierig auf die kulturelle Identität des anderen zu sein und schließlich immer wieder gemeinsam zu versuchen, in Frieden und Freiheit miteinander zu leben. Die Öffnung der Präsentationen und Sammlungen in Landesträgerschaft kann auf diesem Weg einen Beitrag leisten.

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