Bahnhof-Check NRW

Mitmachen! Wir untersuchen den Zustand der Bahnhöfe in NRW:
Ein Bahnhof, den Ihr nutzt oder kennt ist hier noch nicht aufgeführt? Dann helft uns und beantwortet unseren Fragebogen und schickt ihn per Mail an rolf.beu@landtag.nrw.de. Wenn möglich, könnt Ihr auch gerne Fotos anhängen: Fragebogen zum Bahnhof-Check NRW

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Bahnhof Haltern am See

Der Bahnhof Haltern am See liegt an der Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg und wird von den mindestens jeweils stündlich, etwa 30 Min. versetzt verkehrenden Rhein-Haard-Express (RE 2) (Düsseldorf–Münster) und Haard-Bahn (RB 42) (Essen–Gelsenkirchen–Münster) angefahren. Außerdem endet die S 9 von Wuppertal über Essen und Bottrop stündlich in Haltern.
Der Zustand des Bahnhofs ist zwar im Vergleich zu anderen Bahnhöfen in NRW recht ordentlich, doch leider ist er bis heute noch immer nicht barrierefrei umgebaut. Dies führt dazu, dass der Bahnhof Haltern am See aufgrund der fehlenden Aufzüge für mobilitätsgeschädigte Menschen, Gehbehinderte, KinderwagenschieberInnen und FahrradfahrerInnen eine Zumutung ist.
Umbaupläne, den Bahnhof Haltern am See barrierefrei zu sanieren, liegen schon seit Jahrzehnten vor. Ein Gleis-Unterführungsdurchstoß bis auf die andere Bahnhofseite zu einer großen P&R-Anlage ist ebenfalls Bestandteil dieser Pläne. Hierfür wurden im letzten Jahr bereits Eidechsen umgesiedelt. Der Baubeginn wird allerdings seit Jahren immer wieder verschoben.
Haltern gehört seit 2006 zu der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Städte in NRW (AGFS), hat in den letzten Jahren viele Alltags-und Tourismusfahrradrouten ausgebaut, ist Bindeglied zwischen dem Münsterland und dem Ruhrgebiet und hat sich als Naherholungsgebiet und Tourismusregion einen Namen gemacht, aber per Bahn anreisen ist immer noch nicht ohne Barrieren machbar.
Der Landtag NRW hat den Bahnhof Haltern am See vor Kurzem in das Programm der Modernisierungsoffensive 2 (MOF2) mitaufgenommen. Dieser Schritt lässt die Realisierung des barrierefreien Umbaus deutlich näher rücken und nährt die Hoffnung auf einen zeitnahen Umbau des Bahnhofs in den kommenden Jahren.

Bahnhof Wuppertal-Unterbarmen

Mit dem Bahnhof Wuppertal-Unterbarmen gehört noch ein ganz besonders "sehenswertes" Bahnhofsexemplar in den NRW-Bahnhofcheck, der es mittlerweile sogar bereits zu bundesweiter Berühmtheit gebracht hat.

So wurde über diesen Bahnhof bereits bei „Plus Minus“ in der ARD ( siehe: http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/swr/2013/marode-bahnhoefe-100.html ) und auch schon in der ZDF heute-show im vergangenen Jahr berichtet.

Der Bahnhof ist derzeit in die Bahnhofskategorie 4 der Deutschen Bahn eingeordnet. Nach der Einrichtung der S-Bahn-Linie S 8 der S-Bahn Rhein-Ruhr zum Mai 1988 wurden die Weichen des Bahnhofs an der Fernbahnstrecke entfernt. Er liegt daher ausschließlich an der S-Bahn-Strecke und wird nur noch als S-Bahn-Halt genutzt. Neben der S 8 von Mönchengladbach Hbf nach Hagen Hbf (mit Verlängerung nach Dortmund Hbf) hält hier außerdem noch die S 7 über Remscheid nach Solingen. Der Zugang zu den ehemaligen Fernbahnsteigen wurde zurückgebaut und die Bahnsteige sind selbst komplett abgebaut.

Das Empfangsgebäude, das am Bahndamm gebaut ist, dient heute lediglich als westlicher Zugang zu den Bahnsteigen der S-Bahnlinie. Ein östlicher Zugang zu den Bahnsteigen befindet sich an einer Fußgänger-Überführung über die Bahnstrecke. Zwei Park-and-ride-Parkplätze befinden sich am Bahnhof, der größere südwestlich des Bahnsteigs. Ein barrierefreier Zugang zum Bahnsteig besteht aber nur vom kleineren Parkplatz am Empfangsgebäude.

Trotz einer Modernisierung im Jahr 2003 befindet sich das Empfangsgebäude in schlechtem Zustand. Ein Gastronomiebetrieb, der hier ansässig war, schloss im November 2004 aufgrund der schlechten Bausubstanz seinen Sitz.

Leider ist eine Behebung dieses Zustands nicht in Sicht (siehe: (http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/stadtteile/barmen/kein-geld-fuer-unterbarmen-deutsche-bahn-saniert-nur-barmen-1.1097709 ). 

 

Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel

Sämtliche Züge des Fernverkehrs fahren ohne Halt am Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel vorbei. Auch die Schienenpersonennahverkehrslinie Rhein-Münsterland-Express (RE 7) hält nicht in Vohwinkel. Der Wupper-Express (RE 4) und Maas-Wupper-Express (RE 13) hingegen bedienen Vohwinkel im Taktverkehr und sichern einen Halbstundentakt im hochwertigen Verkehr in die Oberzentren Hagen, Düsseldorf und Mönchengladbach. Einmal die Stunde geht es nach Hamm, Dortmund, Venlo und Aachen. Außerdem halten die Regionalbahnen der Rhein-Wupper-Bahn nach Köln zwei Mal pro Stunde in Vohwinkel, ein Mal in der Stunde geht es nach Bonn-Mehlem.

Im S-Bahn-Netz Rhein-Ruhr ist Vohwinkel sogar ein Knotenpunkt. Die S-Bahnlinie S 8 verbindet Wuppertal im Zwanzigminutentakt mit Düsseldorf, Neuss und Mönchengladbach, zweimal die Stunde auch mit Hagen und Schwelm, einmal die Stunde geht es nach Witten und Dortmund., die S 9 nach Essen, Bottrop und Haltern am See wechselt in Wuppertal-Vohwinkel von der Strecke Düsseldorf–Elberfeld auf die Prinz-Wilhelm-Eisenbahn nach Essen und umgekehrt. Vor der Betriebsaufnahme der S 9 wurde dazu ein neues Überwerfungsbauwerk errichtet. Die S 9 unterquert die Fernbahn beim Wechsel zwischen den Strecken durch einen eingleisigen Tunnel. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2009 fielen die Verstärkerzüge der Linie S 11 weg, da eine Neustrukturierung dieser Linie stattfand. Stattdessen verkehrt zur Hauptverkehrszeit die neu geschaffene S-Bahn-Linie S 68 von Vohwinkel aus über Düsseldorf nach Langenfeld (Rheinland).

Bis auf den Maas-Wupper-Express werden alle planmäßig haltenden und durchfahrenden Personenzüge von DB Regio NRW bzw. die Fernzüge von DB Fernverkehr betrieben. Der Maas-Wupper-Express wird von der Eurobahn betrieben. Im Februar 2013 wurde bekannt, dass die Rhein-Wupper-Bahn ab Dezember 2015 von dem britischen Eisenbahnunternehmen National Express betrieben wird, die Verkehrsleistungen auf dem Wupperexpress werden zudem 2013 auch neu ausgeschrieben.

Um den Bahnhof engagiert sich eine Gruppe des Bürgervereins Vohwinkel. Dazu gehören neben Aktionen wie der Bepflanzung des Bahnhofsvorplatzes auch die Austragung von Konzerten, Ausstellungen und Filmvorführungen im Bahnhof.

Heute gibt es vier Bahnsteige, drei an der Düsseldorf-Elberfelder Strecke mit insgesamt sechs Gleisen (1−6) sowie einen weiteren an der Prinz-Wilhelm-Eisenbahn mit den Gleisen 11 und 12, wo seit Dezember 2003 die S 9 hält. Die Gleise 5, 6, 11 und 12 sind die einzigen Gleise mit behindertengerechtem Zugang. Auf den Gleisen 5 und 6 hält die S 8. Die Gleise 11 und 12, auf denen die S 9 hält, verfügen über einen barrierefreien Zugang sowohl durchs Bahnhofsgebäude als auch aus dem Vohwinkeler Norden. Die S 68, die Rhein-Wupper-Bahn und die RE-Linien hingegen sind in Vohwinkel für Rollstuhlfahrer nicht ohne Hilfe zu erreichen.

Da der barrierefreie Umbau des Bahnhofs Wuppertal-Vohwinkel bisher noch in keinem Investitionsprogramm aufgenommen ist, kann dies leider noch länger dauern. Geplant sind hier Sanierungen im Wert von rund 4 Millionen Euro. Der zuständige Verkehrsverbund, der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VrR), hatte diesen Bahnhof als möglichen Nachrücker zur Modernisierungsoffensive 2 (MOF2) nachgemeldet. Bei der Bewertung aller 92 nachgemeldeter Bahnhöfe, erreichte dieser Bahnhof allerdings leider nur Platz 8. Die aktuell durch gutes Wirtschaften bei den MOF2 Maßnahmen zusätzlich zur Verfügung stehenden rund 20 Millionen Euro, reicht dies nach aktuellem Stand nur für die ersten 6 Bahnhöfe zum Nachrücken in die MOF2-Liste. Somit ist die Sanierung des Bahnhofs Wuppertal-Vohwinkel leider vorerst nicht in die Liste der MOF2-Maßnahmen aufgenommen worden.

 

Bahnhof Siegen

Der Bahnhof Siegen wurde am 10. Januar 1861 gleichzeitig mit der Zweigstrecke von Siegen nach Betzdorf, die heute Teil der Siegstrecke ist, eröffnet. Das Teilstück Altena–Siegen der Ruhr-Sieg-Strecke wurde im August 1861 eröffnet.

Heute verfügt der Bahnhof über sechs Bahnsteiggleise. Davon liegen die Gleise 1 (Stumpfgleis) und 2 am Hausbahnsteig. Die weiteren vier Gleise liegen am Mittelbahnsteig, je zwei versetzt an jeder Bahnsteigseite. Die Systemhöhe beträgt 38 cm, die maximalen Bahnsteignutzlängen variieren zwischen 118 und 344 m.

Der Bahnhof Siegen ist ein Knotenpunkt und bietet Umstiegsmöglichkeiten zum Siegener Busnetz. Im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) verkehren am Bahnhof Siegen 3 RE-Linien und 3 Regionalbahn-Linien.

Der Bahnhof ist nicht behindertengerecht. Es sind weder Aufzüge noch Rolltreppen vorhanden. Auch Kofferbänder sind nicht installiert. Mit Abschluss der Modernisierungsarbeiten soll der Bahnhof mit Aufzügen versehen sein, sowie die Systemhöhe auf 760 mm erhöht werden, welches einen barrierefreien Zugang ermöglichen würde.

Ursprünglich sollte die Sanierung im Jahr 2013 beginnen. Doch wie so oft, verzögert sich dies bei der DB AG leider noch. Die Modernisierung des Bahnhofs soll insgesamt 11,4 Millionen Euro umfassenen. In der bisherigen Zeitplanung war vorgesehen, dass die Arbeiten im Jahr 2017 abgeschlossen sein sollen. 

 

Bahnhof Köln Messe/Deutz

Alle Bahnsteige sind ausschließlich über Treppen erreichbar. Am Bahnsteig-Ende, hin zur Stadtbahn und zum Technischen Rathaus, gibt es neben Treppen Rolltreppen und Aufzüge. Die Rolltreppen können jedoch nur in einer Richtung genutzt werden und die Aufzüge sind häufig defekt. Für einen solch stark frequentierten Nah- und Fernverkehrsbahnhof an einem Messegelände in einer Millionenstadt wie Köln sind die Zustände absolut katastrophal und nicht hinnehmbar.

Bahnhof Köln-Süd

Der Bahnhof Süd befindet sich in Uni-Nähe und wird täglich von tausenden Studierenden genutzt.  Trotzdem hat das Gleis in Richtung Bonn keinen direkten Zugang zur Dasselstraße. Stattdessen muss ein mehrere hundert Meter langer Umweg über Treppen erfolgen. Um diesen zu vermeiden, werden oftmals die Gleise der viel befahrenen Strecke unter Lebensgefahr widerrechtlich überquert.

Nirgendwo ist der Bahnhof barrierefrei. Nicht einmal die Packstation ist für die LieferdienstleisterInnen von DHL ohne Treppenstufen erreichbar. Das Bahnhofsgebäude an der Luxemburger Straße befindet sich in einem erbärmlichen Zustand. Es ist auch nicht absehbar, wann die DB ein Einsehen auf Verbesserung haben wird, was gemessen an der Zahl der Ein- und AussteigerInnen an diesem Bahnhof wirklich skandalös ist. 

 

Bahnhof Aachen-West

Der Bahnhof Aachen-West besitzt einen Mittelbahnsteig mit zwei Bahnsteiggleisen. Der Bahnsteig kann nur über einen dunklen, nicht sehr einladenden Straßentunnel erreicht werden. Der Zugang erfolgt über eine schmale Treppe, die den steigenden Fahrgastzahlen in den Hauptverkehrszeiten nicht gewachsen ist. Hier kommt es regelmäßig zu Stauungen. Außerdem stellt die Treppe für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste und Mütter mit Kinderwagen ein unüberwindbares Hindernis dar. Auf dem Bahnsteig fehlt außerdem an ein ausreichender Wetterschutz bei Regen, die überdachten Wartemöglichkeiten sind für die Fahrgastmengen an diesem stark frequentierten Bahnhof viel zu klein.

Bahnhof Münster-Hiltrup

Der Bahnhof Münster-Hiltrup ist ein Vorortbahnhof im Münsteraner Stadtteil Hiltrup. Er wird von den Nahverkehrszügen zwischen Münster und Hamm bedient und ist eine wichtige Station für Berufspendler und Schüler. Das Umsteigen von PKW, Rad oder auch als Fußgänger in die Züge von und nach Münster ist auf Grund seiner Lage attraktiv. Bisher ist der Mittelbahnsteig an diesem Bahnhof nicht barrierefrei erreichbar. Dies soll sich aber bald ändern, da hier ein Aufzug geplant ist. Für den Bahnsteig am Gleis 1ist allerdings kein Aufzug geplant, so dass hier der Zugang weiterhin nur über eine steile Treppe oder mit einem Umweg von rund 400 Metern über eine Rampe erfolgen kann.  Der  Bau des Aufzugs für den Mittelbahnsteig und die Sanierung des Bahnhofs verzögert sichvon einem geplanten Baubeginn im Jahr 2013 auf das zweite Quartal 2015.        

Bahnhof Herzebrock-Clarholz

Der Bahnhof Herzebrock-Clarholz liegt an der „Warendorfer Bahn“. Dort verkehrt der Personenverkehr im Stundentakt (sonntags alle zwei Stunden) zwischen Münster und Bielefeld. Die Verbindung wird betrieben durch die NordWestBahn. Schon seit Jahren wird versucht diesen Bahnhof attraktiver zu gestalten. Denn der Bahnhof ist zwar öffentlich, aber der der Zugang erfolgt über ein Privatgrundstück. Entlang des privaten Weges zum Bahnhof fehlt eine Beleuchtung und die unebenen Pflastersteine und der Schotter sorgen für ein sehr unattraktives Bild von diesem Bahnhof. Außerdem fehlen vernünftige Fahrradabstellanlagen.  

Köln-Mülheim

Der Bahnhof Köln Mülheim liegt an der viel befahrenen Strecke zwischen dem Ruhrgebiet und dem Rheinland. Er wird täglich von vielen Reisenden im Berufsverkehr zwischen Düsseldorf und Köln genutzt. Leider ist er keineswegs barrierefrei. Einen Aufzug gibt es nur zu den Gleisen 6 und 7 und um die anderen Gleise erreichen zu können, muss eine Treppe genutzt werden. Insgesamt macht der Bahnhof einen sehr verdreckt und vernachlässigten Eindruck, durch zerbrochene Scheiben, lose Kabel am Automaten und bröckelnden Putz. Einziger Lichtblick: die Gleise verfügen über einen ausreichenden Regenschutz.

 

 

Bahnhof Aachen-Eilendorf




Dieser Bahnhof liegt an der Regionalexpress-Linie zwischen Köln und Aachen und an der Strecke der Euregiobahn zwischen Heerlen, Aachen und Stolberg bzw. Eschweiler. Es fehlt zwischen den beiden Bahnsteigen eine direkte Unter- oder Überführung. Reisende müssen mehrere hundert Meter lange Umwege zurücklegen, um über eine Straßenbrücke oder durch einen Straßentunnel die Gleise zu queren. Das verleitet nicht wenige Fahrgäste dazu, unerlaubterweise über die Gleise, auf denen auch Schnellzüge verkehren, zu laufen. Auch der Wetterschutz ist in einem baulich schlechten Zustand und das Bahnsteigmobiliar ist stark ramponiert.


Bahnhof Altena




Der Bahnhof der Stadt Altena liegt an der Bahnstrecke zwischen Siegen und Hagen. Viele Gleise müssten um 38 Zentimeter angehoben werden und es fehlen Aufzüge, die zu den Gleisen führen, um Barrierefreiheit herzustellen. Das Stahlgerippe der ehemaligen Bahnsteigüberdachung sorgt zusätzlich für einen negativen Eindruck von diesem Bahnhof. Ohne die Dachhaut gibt es nur noch eine kleine Unterstellmöglichkeit. Die Arbeiten zur Modernisierung des Bahnhofs sollten ursprünglich bereits im Jahre 2011 beginnen. Geeignete Mieter sollten die Immobilie wieder mit Leben füllen, doch noch ist das Gebäude nicht voll ausgelastet. Erste Schritte der Eigentümer waren nach 2006 eine Reparatur des Daches, die Montage neuer Fenster und das Aufbringen eines neuen Außenanstrichs. Nicht nur am Bahnhofsgebäude, auch im gesamten Umfeld sollte noch einiges verändert werden.


Bahnhof Bielefeld-Brackwede  




Der Bahnhof Bielefeld-Brackwede ist ein wichtiger Umsteigebahnhof. Er verbindet die Strecke zwischen Brackwede und Osnabrück mit der Hauptstrecke zwischen Bielefeld und Hannover. Die Bahnsteighöhe des Bahnsteigs für die Züge des „Haller Willem“ (Brackwede-Osnabrück) wurde auf 76 Zentimeter angepasst und ein Wetterschutz aufgestellt. Allerdings haben die restlichen Bahnsteige noch immer nur eine Bahnsteighöhe von 38 Zentimeter und sind nur über Treppen zu erreichen. Das macht eine Bahnfahrt für mobilitätseingeschränkte Personen leider unmöglich. Der Zustand der Unterführung und des Bahnhofs lädt nicht zum Verreisen ein und schreckt potentielle BahnnutzerInnen eher ab. Positiv ist, dass es am Bahnhof Bielefeld-Brackwede Park & Ride Parkplätze und überdachte Fahrradständer sowie abschließbare Fahrradboxen gibt.


Bahnhof Dortmund-Barop




Der Bahnhof Dortmund-Barop liegt am Baroper Marktplatz an der S-Bahn-Strecke zwischen Dortmund und Hagen. Der einzige Zugang zum Bahnhof führt über einen Parkplatz und ist nicht klar gekennzeichnet. Zudem fehlt ein behindertengerechter Zugang zu den Bahnsteigen. Der Treppenzugang mit dem stark verdreckten Tunnel führt dazu, dass viele den Bahnsteig über die Gleise verlassen, was hohes Gefahrenpotenzial bietet und daher streng verboten ist. Leider wird ein zweiter Zugang von Norden bzw. ein Durchbruch Richtung Osten (Einkaufszentrum) seit mehr als zehn Jahren abgelehnt, weil es immer wieder Überlegungen gibt, den Haltepunkt zu verlegen.


Bahnhof Holzwickede  




Der Bahnhof Holzwickede liegt in unmittelbarer Nähe des Dortmunder Flughafens und befindet sich an den Bahnstrecken zwischen Hamm und Venlo, Rheine und Krefeld sowie Dortmund und Soest. In der Fußgängerunterführung stinkt es muffig und nach Urin. Außerdem fehlt in dem Durchgang jede Beschriftung, wie man zu den Bahnsteigen gelangt. Zu den Bahnsteigen 2 und 3, an denen alle Züge des RE 7 verkehren, fehlt ein behindertengerechter Zu-/Abgang. Auch eine Hilfe für Reisende mit großem Reisegepäck gibt es nicht.


Bahnhof Maria-Veen




Der Bahnhof liegt in einem Rekener Ortsteil an der Bahnstrecke zwischen Duisburg und Quakenbrück und hat ein Fahrgastaufkommen von 300 Reisenden am Tag. Es gibt keine barrierefreie Möglichkeit, zu den Gleisen zu kommen. In Maria Veen liegt keine rechtliche Verpflichtung zur Sicherstellung der Barrierefreiheit vor, da sich diese laut EU-Recht erst ab einem Fahrgastaufkommen von 1000 Reisenden am Tag ergibt. Gerade durch das große Berufsbildungswerk vor Ort, den Benediktushof mit rund 300 SchülerInnen, die zum Teil auch körperliche Einschränkungen haben, ist der Bedarf eines barrierefreien Bahnhofs vor Ort gegeben. In Zusammenarbeit der GRÜNEN mit einem Vertreter der DB AG wird nun eine mobile Rampe für Rollstuhlfahrer entwickelt, die speziell an die baulichen Voraussetzungen angepasst ist.


Bahnhof Nordkirchen




Der Bahnhof Nordkirchen befindet sich im Ortsteil Capelle und liegt an der Strecke zwischen Münster und Dortmund. Die Bahnsteige sind für Menschen mit Handicap, Eltern mit Kinderwagen und FahrradfahrerInnen nicht zu nutzen, da der Weg zum Bahnsteig über eine Fußgängerbrücke mit über 60 Stufen führt. Zusätzlich kommt die Bahn ihren Pflichten zur Verkehrssicherheit nicht immer ordnungsgemäß nach, so gibt es im Winter häufig vereiste Stufen oder lose Stufen. Eine politische Gruppe aus SPD, GRÜNEN, FDP und UWG versucht immer wieder Druck auf die Deutsche Bahn AG zur Sanierung des Bahnhofs auszuüben. So sammelte diese Gruppe innerhalb von 2 Monaten fast 4.000 Unterschriften für dieses Vorhaben. Die Gemeinde ist mit dem Projekt "Nordkirchen auf dem Weg zu einer inklusiven Gemeinde" bei der Regional 2016 vertreten.


Rheydt Hauptbahnhof




Der Bahnhof Rheydt liegt im Mönchengladbacher Stadtteil Rheydt und verfügt über mehrere Nahverkehrsverbindungen aber lediglich über 2 IC-Verbindungen pro Woche. Der Bahnhof ist dreckig und an vielen Stellen kaputt, sodass er keinen guten Eindruck macht und die Aufenthaltsqualität recht miserabel ist. Außerdem ist der Bahnhof nicht barrierefrei. Die DB AG betreibt keinen eigenen Informationsschalter, sondern hat diese Aufgaben an ein privates Reisebüro abgegeben. Das führt dazu, dass kein Bahnpersonal vor Ort ist und nicht über aktuelle Verspätungen und Verkehrslagen informiert werden kann. Der einzige Lichtblick ist eine sehr erfolgreich von einem Wohlfahrtsverband betriebene Radstation.


Bahnhof Westbevern-Vadrup  

Der Bahnhof Westbevern-Vadrup liegt in der Stadt Telgte und befindet sich an der Bahnstrecke zwischen Münster und Osnabrück. Für den Bahnhof Westbevern ist neben dem allgemein schlechten Unterhaltungszustand insbesondere die absolut mangelhafte Barrierefreiheit ein drängendes Problem. Die Stadt Telgte ist seit vielen Jahren bemüht, die Situation an den zwei örtlichen Bahnhöfen zu verbessern. Das ist am Bahnhof Telgte-Mitte mit Unterstützung des Zweckverbandes ZVM und eigenen städtischen Anstrengungen durchaus gut gelungen. In Westbevern-Vadrup sind Versuche, die Situation zu verbessern, an langwierigen Verfahren und wenig nachvollziehbaren Verfahrensvorschriften der Deutschen Bahn AG gescheitert.

 

 

Bahnhof Bad Oeynhausen

Foto vom Bahnhof Bad OeynhausenDer Bahnhof Bad Oeynhausen befindet sich direkt im Zentrum der Kurstadt Bad Oeynhausen und liegt an der Bahnstrecke zwischen Dortmund und Hannover. Zusätzlich zu den Zügen des Nahverkehrs halten auch zwei Fernverkehrsverbindungen an diesem Bahnhof, die Intercity-Verbindungen zwischen Köln und Leipzig sowie zwischen Berlin und Münster/Amsterdam.

Trotz seiner Bedeutung für den Nah- und Fernverkehr lässt das Erscheinungsbild des Bahnhofs in Bad Oeynhausen sehr zu wünschen übrig. Fachleute bezeichnen Haltestellen und die Bahnhöfe immer als Visitenkarten der Verkehrsunternehmen. Wir fragen uns, ob die Deutsche Bahn AG wirklich so eine Visitenkarte möchte?

Bahnhof Brühl

Foto vom Bahnhof Brühl

In Brühl wurde nach dem verheerenden Zugunglück im Jahre 2000 - übereilt als eine Art Kompensationsmaßnahme - der Einbau eines nur mit Hilfe eines Fachmanns zu bedienenden Schrägaufzugs montiert. Die Praxis zeigt, dass dieser Schrägaufzug völlig ungeeignet ist, selbstbestimmte Mobilität für Behinderte zu ermöglichen. Die Stadt Brühl und der Kreis haben bisher vergeblich versucht, die Bahn von der Notwendigkeit von Aufzügen zu überzeugen. Diese müssten dann von der Traglast auch für Elektrorollstühle und von den Abmessungen auch für Fahrräder geeignet sein.

Nicht nur, dass Aufzüge in Bahnhöfen aufgrund häufiger und langer Ausfallzeiten von ExperteInnen sowieso eher kritisch gesehen werden, ist diese Variante, die nur innerhalb einer festgelegten Uhrzeit und nur mit Hilfe des Bahnpersonals zu bedienen ist, absolut nicht kundenfreundlich. Auch die seit Monaten nicht funktionierende Uhr auf dem Bahnsteig zeugt davon, dass die Deutsche Bahn AG selbst kleinste Reparaturen vernachlässigt.

Bahnhof Bünde

Foto vom Bahnhof Bünde

Der Bahnhof Bünde wird von mehreren Nahverkehrsverbindungen und von der IC-Verbindung zwischen Berlin und Amsterdam angefahren. Der Bahnhof ist ein gut genutzter Pendlerbahnhof mit über 2.750 Fahrgästen pro Tag.

Er ist Teil der Modernisierungsoffensive 2 (MOF 2) zwischen dem Land NRW und der Deutschen Bahn AG. Die Kosten für die Sanierung von geplanten 7,47 Millionen Euro teilen sich die Deutsche Bahn AG, die Bundesregierung und die Landesregierung NRW. Doch der Baubeginn hängt von den Planungen der Deutschen Bahn AG ab und hat sich bisher bereits mehrfach verschoben. So hat die DB AG hat die umfassende Renovierung des Bahnhofs im Juni 2008 ursprünglich für 2011 angekündigt. Inzwischen ist der Baubeginn für 2015 und die Inbetriebnahme für 2018 geplant.

Dieses Beispiel zeigt mal wieder, dass selbst die in den Vereinbarungen festgelegten Bahnhofssanierungen zwar über die nötigen Finanzierungszusagen verfügen, sie aber dennoch vollkommen von den Planungen der Deutschen Bahn AG abhängig sind.

Bahnhof Dalheim

Foto vom Bahnhof Dalheim

Der Bahnhof Dalheim befindet sich im Stadtteil Dalheim der Stadt Wegberg im Kreis Heinsberg. Er ist an der deutsch-niederländischen Grenze an der Bahnstrecke Mönchengladbach – Dalheim gelegen, mitten im Naturpark Schwalm-Nette. Da die Bahnstrecke ab Dalheim in Richtung Roermond abgerissen wurde, handelt es sich hier um einen Endbahnhof. Gerade deshalb wäre hier eine geeignete Umsteigeanlage zum Busverkehr, ein sogenannter Kombibahnsteig, notwendig, um die Verkehrsmittel des ÖPNV besser zu verknüpfen.

Am Bahnhof Dalheim fehlen Unterstellmöglichkeiten und Informationen für TouristInnen und WanderInnen (Wanderkarte usw.) werden ebenfalls vermisst.

Es besteht die Hoffnung, dass dieser Bahnhof im Rahmen der Planungen zum Eisernen Rhein, der Reaktivierung der Eisenbahnstrecke zwischen Mönchengladbach und Roermond für den Güter- und Personenverkehr, saniert wird. Allerdings wird dies noch einige Zeit dauern, wobei eine vorzeitige Sanierung dieses Bahnhofs durchaus nötig und auch sinnvoll wäre.

Bahnhof Düren

Foto vom Bahnhof Düren

Der Bahnhof Düren lädt nicht gerade zu einer Fahrt mit dem Zug ein. Hier ist wirklich die Zeit stehen geblieben und speziell der Bahnsteig in Richtung Jülich mit dem Gleis der Rurtalbahn ist verwaist.

Hier existieren keine Unterstellmöglichkeiten und auch keine Sitzbänke. Der Weg über die Gleise zum viel zu niedrigen und somit absolut nicht barrierefreien Mittelbahnsteig ist sehr holprig und speziell für Rollstühle und Rollatoren unbequem.

Statt zusammen an einem Strang zu ziehen, streiten Rurtalbahn und Deutsche Bahn AG permanent über die Zuständigkeiten für die Sanierung des Bahnhofs.

Bahnhof Lindern

Foto vom Bahnhof Lindern

Der Bahnhof Lindern ist im Geilenkirchener Stadtteil Lindern im Kreis Heinsberg gelegen. Er befindet sich an der Strecke zwischen Aachen und Mönchengladbach. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 zweigt von dort die Strecke nach Heinsberg ab.

Die Unterführung ist viel zu dunkel, das Bahnsteigmobiliar – z.B. Wetterschutz und Uhr – sind beschädigt und wirken nicht gerade einladend. Hinzu kommt, dass die Bahnsteige nicht barrierefrei zu erreichen sind.

Nach der nun in Kürze bevorstehenden Reaktivierung der Bahnstrecke in Richtung Heinsberg würde es sich anbieten, auch den Bahnhof Lindern zu sanieren.

Bahnhof Ratingen-Hösel

Foto vom Bahnhof Ratingen-Hösel

Bis vor einigen Jahren war der Bahnhof Ratingen-Hösel noch barrierefrei relativ problemlos erreichbar. Doch im Rahmen des DB-Programms zur Beseitigung von Bahnübergängen wurde der dortige ebenerdige Bahnübergang geschlossen. Seitdem gibt es nur noch die alte Fußgängerunterführung zwischen den beiden Bahnsteigen. Diese Unterführung ist allerdings aufgrund der Treppen nicht barrierefrei. Außerdem steht sie nach Regenfällen oftmals unter Wasser.

Mobilitätseingeschränkte Menschen werden von der Deutschen Bahn AG über einen rund 600 Meter langen Umweg über den Parkplatz und die neugebaute Straßenbrücke umgeleitet.

Einen vormals barrierefreien Bahnhof derart umzubauen und Behinderten und älteren Menschen einen solchen Umweg zuzumuten, ist ein absolutes Negativbeispiel der Deutschen Bahn AG. Notwendig sind zwei bahnsteignahe Aufzüge zur Brücke und möglichst auch eine Rampenlösung zur zu sanierenden Unterführung.

Bahnhof Stolberg

Foto vom Bahnhof Stolberg

Der Bahnhof Stolberg ist ein Keilbahnhof zwischen der Hauptverbindung von Aachen nach Köln und dem Netz der Euregiobahn nach Langerwehe und Stolberg-Altstadt.

Die völlig sanierungsbedürftige Unterführung und das fehlende Bahnsteigdach sind für Fahrgäste sehr abschreckend.

Zwar kommt bei der restlichen Entwicklung des Stolberger Hauptbahnhofes als Drehscheibe der Euregiobahn inzwischen etwas Bewegung in die Sanierung. Während der Infrastrukturbetreiber EVS die Gespräche über eine Elektrifizierung der Strecke und Vollendung des Ringschlusses vorantreibt sowie die Sanierung des Umfeldes des Bahnhofsgebäudes zum Jahresende voraussichtlich abschließt, möchte die Stadt Stolberg ihren Teil zur Steigerung von Attraktivität und Kundenfreundlichkeit des Hauptbahnhofes vorantreiben und plant Park & Ride-Parkplätze.

Doch steht ein Baubeginn für eine barrierefreie Lösung für den Mittelbahnsteig und somit mit die Erreichbarkeit der Regionalexpress-Züge zwischen Aachen und Köln noch in den Sternen.

Diese barrierefreie Erreichbarkeit des Mittelbahnsteigs, an dem die Züge der DB Richtung Aachen bzw. Köln halten, soll mit einer Fußgängerbrücke, einem sogenannten „Skywalk“, nahe dem Hauptgebäude als einem Übergang aus dem Parkhaus über die Euregiobahn-Gleise 44 und 43 mit Lift zum Mittelbahnsteig realisiert werden. Dies soll durch die DB AG bei der für die kommenden Jahre angekündigten Sanierung des Mittelbahnsteigs realisiert werden.

 

Bahnhof Altenbeken

Foto vom Bahnhof in AltenbekenDas Bahnhofsgebäude am Bahnhof Altenbeken macht einen ziemlich runtergekommenen Eindruck und wird der Wichtigkeit und Bedeutung dieses Fernverkehrsbahnhofs nicht gerecht. Die seit über sechs Monaten nicht funktionierende Zuganzeige am Bahnsteig trägt ihr Übriges dazu bei. Sie zeigt zwar die korrekte Uhrzeit an, die jeweiligen Züge, die in Altenbeken halten, werden aber nicht angezeigt, da die Anzeige hängt und tagtäglich fehlerhaft einen Zug nach Hannover ankündigt. Selbst solche relativ leicht zu behebenden Technikfehler werden - zumindest bisher - von der Deutschen Bahn AG nicht behoben.

Bahnhof Brilon Wald


Foto vom Bahnhof Brilon-WaldDer Verfall des Bahnhofsgebäudes am Bahnhof Brilon Wald sorgt dafür, dass dieser Bahnhof keinen guten Eindruck bei den Reisenden hinterlässt. Die Hoffnung, dass sich am Erscheinungsbild des Bahnhofsgebäudes etwas ändert, ruht nun seit Mai 2013 auf dem privaten Investor, dem die Deutsche Bahn AG das Gebäude verkauft hat. Ziel des Investors ist die Rekonstruktion des ursprünglichen Erscheinungsbilds. Bisher ist nichts geschehen.

Bahnhof Hückelhoven-Baal


Foto vom Bahnhof HückelhovenDer Bahnhof Hückelhoven-Baal - mit täglich rund 2.000 Fahrgästen - liegt an der Strecke zwischen Mönchengladbach und Aachen. Er ist nicht barrierefrei, d.h. er verfügt nicht über Aufzüge, sondern  lediglich über Treppen, die zudem sehr steil sind. Außerdem ist er sanierungsbedürftig. Es regnet  durch die Überdachung, so dass es speziell bei nassem Wetter nicht angenehm ist, dort auf den Zug zu warten. Der Bahnhof soll in den nächsten Jahren von der Stadt Hückelhoven umgebaut werden. Ein genauer Zeitpunkt steht noch aus.

Bahnhof Leverkusen-Mitte


Foto Bahnhof Leverkusen MitteDer Bahnhof Leverkusen-Mitte ist leider nur eingeschränkt barrierefrei. Zwar existiert eine Rampe zwischen den Bahnsteigen und der Unterführung. Diese ist aber sowohl für Rollstühle als auch für Kinderwagen etc. viel zu steil, so dass sie nur schwer oder teilweise sogar gar nicht nutzbar ist. Zum Bahnsteig an den Gleisen 2 und 3 existiert nicht einmal eine Rampe, so dass der Zugang nur über eine Treppe erfolgen kann. 

Zwar ist für den Bahnhof Leverkusen-Mitte, der tagtäglich von hunderten PendlerInnen in Richtung Köln und Düsseldorf genutzt wird, bereits eine Verbesserung geplant. Doch wird diese erst im Zuge des Ausbaus der Strecke Köln-Düsseldorf im Rahmen der Maßnahmen für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) in einigen Jahren erfolgen.

Bahnhof Leverkusen-Schlebusch


Foto vom Bahnhof Leverkusen-SchlebuschDer Bahnsteig zu den Gleisen 2 und 3 am Bahnhof Leverkusen-Schlebusch ist nur über eine Treppe erreichbar, so dass eine Benutzung des ÖPNVs hier sowohl für ältere Menschen, Gehbehinderte, als auch für Reisende mit Kinderwagen, Koffern etc. unangenehm oder teilweise schlichtweg nicht möglich ist. Durch den großen Höhenunterschied der niedrigen Bahnsteigkante zwischen den Fahrzeugen ist ein großer Schritt notwendig, der es ebenfalls für die oben genannten Reisenden sehr schwierig macht, in die Züge und aus den Zügen zu gelangen. Eine Verbesserung ist hier bisher nicht in Sicht.

Bahnhof Opladen


Foto vom Bahnhof OpladenDer auffälligste Mangel am Opladener Bahnhof ist die fehlende Überdachung auf den Bahnsteigen der Gleise 2 und 5. Zwar gibt es hier eine Art Gerüst, der Regenschutz fehlt jedoch bisher komplett. Auf den Gleisen gibt es lediglich einen kleinen Unterstand in der Größe eines Bushaltestellenunterstandes, der zu Hauptverkehrszeiten allerdings nur wenigen Fahrgästen Schutz bietet. Auch die Unterführung, die Gleis 1 mit Gleis 2 und 5 verbindet, wirkt verwahrlost durch abgefallene Fliesen, Dreck und rostige Rohre.

 

Bahnhof Bad Godesberg


Foto vom Bahnhof Bonn Bad-GodesbergDer Bahnhof Bad Godesberg ist ein stark frequentierter Personenbahnhof entlang der linksrheinischen Bahnstrecke zwischen Koblenz und Köln.

Noch immer sind alle Bahnsteige nur durch die Treppen zu erreichen, so dass ein barrierefreier Zugang nicht möglich ist. Dies ist für einen Bahnhof, der täglich von mehreren tausend Fahrgästen genutzt wird, nicht hinnehmbar.

Seit Jahren fallen zudem die Fliesen von den Wänden, so dass die Aufenthaltsqualität zu wünschen übrig lässt. Die Deutsche Bahn AG hat die Sanierung dieses Bahnhofs bereits mehrfach terminiert, aber immer wieder verschoben. Aktuell ist der Baubeginn für Ende 2014 vorgesehen.

Der Bad Godesberger Bahnhof wird im Schnitt täglich von rund 8.700 Fahrgästen genutzt. Dies entspricht über 260.000 NutzerInnen pro Monat. Er wird von der DB AG in Kategorie 4 geführt. Der Kategorie 4 werden etwa 600 Bahnhöfe zugeordnet, die als „hoch frequentierter Nahverkehrssystemhalt/Nahverkehrsknoten“ bezeichneten Stationen richten sich vor allem oft an PendlerInnen. An einzelnen dieser Stationen halten auch Fernzüge. Auch S-Bahnhöfe bzw. -Haltepunkte, die von einer oder mehreren im dichten Takt fahrenden Linien bedient werden, werden dieser Kategorie zugeordnet, was sich aber meist nicht in einer gegenüber den Kategorien 5 und 6 besseren Ausstattung widerspiegelt.

Hauptbahnhof Bonn


Foto vom Hauptbahnhof BonnDie Bahnsteige im Bonner Hauptbahnhof sind zwar durch Aufzüge barrierefrei zu erreichen, aber die undichte Überdachung sorgt dafür, dass die Fahrgäste bei Regen nass werden. An anderen Bahnhöfen in NRW wären die Reisenden zwar sicher froh, wenn sie überhaupt ein solches Dach zur Verfügung hätten, aber für einen derart stark frequentierten Hauptbahnhof einer großen Stadt wie Bonn ist es schon ein Trauerspiel. Auch die dunkle, sehr niedrige Fußgänger-Unterführung und die oftmals nicht funktionierenden Rolltreppen verringern die Aufenthaltsqualität.

Der Hauptbahnhof Bonn wird im Schnitt täglich von rund 48.000 Fahrgästen genutzt. Er wird von der DB AG in Kategorie 2 geführt. Dieser Kategorie werden 83 Bahnhöfe zugeordnet. Es handelt sich dabei um Bahnhöfe, die üblicherweise wichtige Halte im Fernverkehr in großen Städten sind oder eine Anbindung an einen großen Flughafen ermöglichen.

Bahnhof Mehlem


Foto vom Bahnhof MehlemAm Bahnhof Mehlem wurde bisher lediglich der Bahnsteig an Gleis 2 in Richtung Köln barrierefrei umgebaut. Die Bahnsteige 1 (in Richtung Koblenz) und 3 (Richtung Köln) sind nur über eine Treppe erreichbar. Hinzu kommt, dass diese beiden Bahnsteige für alle Fahrzeugtypen, die dort halten, deutlich zu niedrig sind, so dass kein barrierefreier Einstieg möglich ist.

Durch den nahen Bahnübergang nutzen hier viele Fahrgäste leider nicht die Treppe und die Unterführung, sondern überqueren illegal den Bahnübergang. Dieses verkehrswidrige Verlassen des Bahnsteigs ist nicht nur streng verboten, sondern auch höchstgefährlich, wie der Todesfall einer Frau im Mai 2013 zeigte, die beim Warten zwischen den Gleisen am Bahnübergang von einem Zug erfasst wurde.

Der Bahnhof Bonn-Mehlem wird im Schnitt täglich von rund 3.900 Fahrgästen genutzt. Dies entspricht über 115.000 NutzerInnen pro Monat. Er wird von der DB AG in Kategorie 4 geführt. Der Kategorie 4 werden etwa 600 Bahnhöfe zugeordnet, die als „hoch frequentierter Nahverkehrssystemhalt/Nahverkehrsknoten“ bezeichneten Stationen richten sich vor allem oft an PendlerInnen. An einzelnen dieser Stationen halten auch Fernzüge. Auch S-Bahnhöfe bzw. -Haltepunkte, die von einer oder mehreren im dichten Takt fahrenden Linien bedient werden, werden dieser Kategorie zugeordnet, was sich aber meist nicht in einer gegenüber den Kategorien 5 und 6 besseren Ausstattung widerspiegelt.

Bahnhof Niederdollendorf


Foto vom Bahnhof NiederdollendorfAm Bahnhof Niederdollendorf im Rhein-Sieg-Kreis sind die Züge auf der rechtsrheinischen Bahnstrecke zwischen Koblenz und Köln nur durch behinderten-unfreundliche Treppen zu erreichen.

Hinzu kommt, dass immer wieder Fahrgäste der rechtswidrigen und höchstgefährlichen Versuchung erliegen, den Mittelbahnsteig über den Bahnübergang zu verlassen. Auch die Aufenthaltsqualität ist an diesem Bahnhof sehr miserabel: Die Bahnhofsanlage ist schlecht gepflegt und von Pflanzen zugewuchert.

Der Bahnhof Niederdollendorf wird im Schnitt täglich von rund 900 Fahrgästen genutzt. Dies entspricht über 25.000 NutzerInnen pro Monat. Er wird von der DB AG in Kategorie 5 geführt. Bahnhöfe der Kategorie 5 sind oft „kleinerer Städte und zahlreiche Stadtteilbahnhöfe“. Sie werden viel von PendlerInnen genutzt. Es gehören zirka 1.040 (Stand 2013) Bahnhöfe in diese Kategorie.

Bahnhof Xanten


Foto vom Bahnhof XantenAm Bahnhof Xanten wurde zwar ein Bahnsteig bereits barrierefrei ausgebaut und auch gut an den dortigen Busverkehr behindertengerecht angebunden.

Erhalten ist aber auch noch der Bahnsteig aus Richtung Kleve - Kalkar, der zur Zeit nicht angefahren wird, da die Strecke von Xanten nach Kleve, genau wie die dortige Verlängerung nach Nijmegen (Nimwegen), bereits 1990 eingestellt wurde. Dieser Bahnsteig ist noch immer ebenerdig und nur mit einer Überquerung der Gleise erreichbar. Somit ist dieser Bahnsteig behinderten-unfreundlich und die Querung des Gleises sorgt für eine lebensgefährliche Situation der Fahrgäste. Denn die Fahrgäste müssen um ihren gewünschten Zug zu erreichen ohne Signal ein Eisenbahngleis überqueren und am holprigen Mittelbahnsteig angekommen, müssen sie die hohen Stufen in die Fahrzeuge erklimmen.



Die Fahrgastzahlen sind aus der Statistik der Deutschen Bahn AG aus Dezember 2012. Nähere Infos zu den Bahnhofskategorien gibt es hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhofskategorie