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Curriculum für die Themen Konsum, Ernäherung, Gesundheit

Alltagswissen fächerübergreifend vermitteln

Milchkrise, Urheberrecht im Internet, Glyphosat-Einsatz: Themen aus den Bereichen Konsum, Ernährung und Gesundheit können in der Schule in ganz unterschiedlichen Fächern thematisiert werden. In Kooperation mit Expert*innen einer bundesweiten Forschungsgruppe hat die GRÜNE Fraktion ein Curriculum erarbeitet, das aufzeigt, wie Kompetenzen zur Alltagsbewältigung und Lebensgestaltung vermittelt werden können.

Aufgabe von Schule ist es, Bildungsangebote bereitzustellen und Lernen für die Zukunft zu ermöglichen. Diese Zukunft scheint angesichts globaler Krisen sowie deren Auswirkungen auf lokaler Ebene immer ungewisser zu werden und immer weniger Sicherheiten zu gewährleisten. Darauf muss Schule reagieren. Im schulischen Lernen müssen Orientierungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten erworben werden, die in vielen unterschiedlichen Anwendungssituationen in Haushalt und Gesellschaft gültig sind und zur Problemlösung eingesetzt werden können. 

Hierauf reagiert das Curriculum, das die GRÜNE Fraktion im Landtag NRW in Zusammenarbeit mit einer bundesweiten Forschungsgruppe unter wissenschaftlicher Leitung von Kirsten Schlegel-Matthies, Professorin für Haushaltswissenschaft am Institut für Konsum, Ernährung und Gesundheit der Universität Paderborn, erarbeitet hat. Gemeinsam mit der schulpolitischen Sprecherin und Parlamentarischen Geschäftsführerin der GRÜNEN Fraktion, Sigrid Beer, hat sie es an diesem Donnerstag in Düsseldorf vorgestellt.

Rot-Grün hat bereits die parlamentarischen Grundlagen geschaffen, damit Schulen systematisch Lebensgestaltungskompetenzen vermitteln können. So fördert das Land an der Universität Paderborn die Lehrerausbildung im Bereich Konsum, Ernährung und Gesundheit (kurz KEG) mit zusätzlichem Personal und Laborausstattung. Die Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schule QUA-LiS in Soest wird die Lehrenden weiter unterstützen, indem online Material und Handreichungen sowie Fortbildungen angeboten werden. Zudem beteiligen sich zehn Schulen am Leitprojekt „Verbraucherbildung an Schulen“. Von ihren Erfahrungen und Erkenntnissen sollen alle Schulen profitieren, indem Vermittlungsbeispiele und Materialien über den Lehrplannavigator zugänglich gemacht werden. 

Und es gibt schon viele „Bausteine“ in den Schulen, mit denen KEG-Inhalte schon ab der Grundschule wirkungsvoll miteinander verbunden werden können – egal ob im Sachunterricht, in Mathematik, Informatik, Kunst oder Musik. An den weiterführenden Schulen bietet auch die Berufsorientierung vielfältige Anknüpfungspunkte. 

Das Curriculum stellt nun in je einer Version für Lehrer*innen und einer für Schüler*innen und Eltern zehn Bildungsziele vor und zeigt, wie diese fächerübergreifend behandelt werden können und welche Fragestellungen im Raum stehen. Die Veröffentlichungen sind Auftakt für eine neue Schriftenreihe der Fraktion.

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