Faltblatt, Schule, Beer

Faltblatt

Chancen für Alle

Faltblatt "Chancen für Alle - NRW macht Schule" mit Informationen zur Schulpolitik in NRW

Bildungswege und Chancen

Bildungschancen und -wege müssen länger offen bleiben, denn jedes Kind entwickelt sich anders. Mit dem Schulkonsens 2011 haben wir GRÜNE gemeinsam mit SPD und CDU die ideologischen Grabenkämpfe um die Schulstruktur überwunden: Die Gründung von Gesamtschulen wurde erleichtert, die Sekundarschule eingeführt. Nun gibt es mehr Schulen des längeren gemeinsamen Lernens, die Bildungswege länger offen halten. Sekundarschulen entstehen vor allem dort, wo die Schülerzahlen für eine Gesamtschule nicht ausreichen. Sie sind eng verbunden mit gymnasialen Oberstufen und ermöglichen so auch den Weg zum Abitur. 

Auch in der inneren Schulentwicklung wird das Prinzip der individuellen Förderung immer wichtiger. Mit dem Konzept individueller Lernzeiten wollen wir an allen Gymnasien ermöglichen, dass die Schüler*innen nach acht oder neun Jahren das Abitur ablegen können. Eine langwierige Rückabwicklung der bisherigen Sekundarstufe I wird vermieden und Verbesserungen für alle Kinder können schneller wirken. Jedes Kind bekommt die Lernzeit, die es braucht und die Schulen werden bei der Umstellung unterstützt. Die zweite Fremdsprache beginnt in der Regel wieder in der 7. Klasse.

Investieren in Bildung

Wir unterstützen die Schulen. Wir statten sie besser aus, haben die Fortbildungen systematisch ausgebaut und stärken die Rechte der Schüler*innen und Eltern: 

Der Schulhaushalt stieg seit 2010 um 3,8 Milliarden Euro, das ist ein Plus von 27 Prozent. Trotz Schülerrückgangs bis 2015 stehen deshalb nun den Schulen mehr als 18.000 Stellen zusätzlich zur Verfügung: mehr Lehrkräfte, aber auch multiprofessionelle Teams und Schulpsycholog*innen.

Wir setzen die Inklusion schrittweise und sorgsam um. Dazu investiert das Land bis 2017 über eine Milliarde Euro.

Das Land unterstützt die Kommunen bei ihren Aufgaben in der schulischen Inklusion mit jährlich 35 Millionen Euro und erhöht den Betrag in 2017 sogar auf 40 Millionen Euro.

Wir unterstützen die Kommunen und freien Schulträger mit dem Programm »Gute Schule 2020« mit zwei Milliarden Euro für Schulbau und –sanierung und die Schaffung digitaler Infra­struktur.

Nach dem Wegfall sämtlicher Bundesmittel sichert das Land die kommunale Schulsozialarbeit mit 50 Millionen jährlich.

Die Klassengrößen wurden und werden bei den Grundschulen und den weiterführenden Schulen Schritt für Schritt verringert.

NRW hat zum Schuljahr 2012/13 als erstes Bundesland den bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht als ordentliches Unterrichtsfach eingeführt.

»Kurze Beine – kurze Wege!« Damit auch kleinere Grundschulen erhalten bleiben, haben wir die gesetzlichen Möglichkeiten für Teilstandorte verbessert.

Wir haben in den Ganztag an allen Schulformen massiv investiert und ihn um mehr als ein Drittel ausgebaut.

Am Besten zusammen

Alle Kinder gehören zu uns. Sie brauchen Anerkennung und umfassende Teilhabe. Dies gilt auch für Kinder mit Behinderungen. Aus diesem Grund haben wir das Recht auf das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Handicap im Schulgesetz verankert. Das heißt: Eltern müssen sich den Platz in der allgemeinen Schule nicht mehr einzeln erkämpfen. Der erste Förderort ist die allgemeine Schule. Eltern können sich aber auch für eine Förderschule entscheiden. Derzeit haben knapp 128.000 Kinder und Jugendliche einen so genannten sonderpädagogischen Förderbedarf – von rund 2,56 Millionen Schüler*innen insgesamt. Schon heute besuchen in NRW etwa 42 Prozent der Kinder mit Handicap eine allgemeine Schule. Im Grundschulalter sind es bereits 44,8 Prozent.

Es ist normal, verschieden zu sein

Seit etwa 30 Jahren lernen Kinder mit und ohne Behinderungen erfolgreich  miteinander und voneinander. Die Leistungen stimmen und das soziale Lernen wird gefördert. Kinder und Jugendliche lernen hierbei wirklich etwas für ihr Leben. Der durch die UN-Behindertenrechtskonvention geforderte gemeinsame Unterricht soll zum Regelfall werden und nicht die Ausnahme bleiben. 

In einem inklusiven Schulsystem geht es nicht nur um die Kinder mit Behinderungen. Gerade auch die soziale und/oder kulturelle Herkunft dürfen für Kinder und Jugendliche nicht zur Bildungsbarriere werden. Mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit, das sind die Ziele grüner Politik! 

Geschafft!

Seit 2010 wurde die Zahl der Schulen des gemeinsamen Lernens mehr als verdoppelt: 117 Sekundar-, 104 Gesamt-, zehn Gemeinschafts- und fünf Primusschulen kamen hinzu.

»Kurze Beine – Kurze Wege!« Grundschulen bleiben wohnortnah.

Im Schuljahr 2012/2013 startete islamischer Religionsunterricht und wird ständig ausgebaut.

18.000 zusätzliche Lehrerstellen sorgen für mehr Qualität: u.a. für die Umsetzung der Inklusion, kleinere Klassen, Ausbau des Ganztags, Unterstützung der Schulleitungen.

Wir setzen die Inklusion schrittweise und sorgsam um. Dazu investiert das Land bis 2017 mehr als eine Milliarde Euro.

Wir haben das Vorziehen des Einschulungsalters in Grundschulen gestoppt.

Der Ganztag wurde an allen Schulformen ausgebaut. Allein beim Offenen Ganztag in der Grundschule wurde die Anzahl der Plätze um über 35 Prozent gesteigert, die Ausgaben sogar um über 83 Prozent, um gleichzeitig die Qualität zu verbessern.

Diese Seite drucken