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Fraktion vor Ort

Grüne Landtagsfraktion besucht 43 Kitas in NRW

Kurz vor Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz wollten sich die Abgeordneten der GRÜNEN Landtagsfraktion vor Ort ein Bild vom Ausbau der Kinderbetreuung machen. In der Summe hat Nordrhein-Westfalen das Ausbauziel von 144.000 Plätzen zum kommenden Kindergartenjahr in einer beispiellosen Aufholjagd sogar leicht übertroffen. Im Dialog mit den Einrichtungen und den Jugendämtern wollten die Abgeordneten wissen, was gut funktioniert hat, wo es Engpässe gibt und welche Infrastruktur die Kommunen geschaffen haben, um das von Schwarz-Gelb beschlossene Betreuungsgeld zu verwalten. Thema war auch der künftige Ausbaubedarf sein, der den Rahmen absteckt für die kommenden Jahre. Denn der U3-Ausbau wird mit dem Tag des Rechtsanspruchs nicht enden.

Nicht zuletzt wollten die grünen Abgeordneten den Akteuren vor Ort für die enorme Kraftanstrengung danken. Denn ohne das riesige Engagement in den Kitas und Behörden wäre das Erreichen von fast 145.000 Plätzen (Versorgungsquote: 33,1%) in NRW nicht möglich gewesen.


Andrea Asch (AWO-Kita Kunterbunt, Bergisch-Gladbach):
»Diese Kita ist eine vorbildliche Einrichtung, in der das Kind im Mittelpunkt steht und auch die Bedürfnisse der Eltern berücksichtigt werden. Man spürt, dass sich die Kinder und Erzieherinnen und Erzieher hier wohl fühlen.«


Mehrdad Mostofizadeh (Kitas Christus König in Essen-Haarzopf, Trotzköpfe in Essen-Bergerhausen und Sachsenring in Essen-Freisenbruch):
»Es waren tolle Besuche in den drei KiTas in Essen am heutigen und gestrigen Tag. Ich war begeistert über das Engagement in unseren Kitas und das offenkundig hohe Niveau. Eine noch stärkere Fokussierung der Mittel anhand von sozialräumlichen Kriterien war allenthalben der Wunsch in der bunten Trägerlandschaft.«


Manuela Grochowiak-Schmieding(AWO-Kita „Abenteuerland“, Leopoldshöhe):
»Der Ausbau der U3-Plätze ist im Kreis Lippe sehr gut vorangeschritten. Dies ist vor allem der Tatsache zu verdanken, dass das Kreisjugendamt schon frühzeitig mit den Planungen begonnen hat.«


Oliver Keymis (Kita Gänseblümchen, Wachtendonk):
»Das ist eine super Elterninitiative. Ob nun Eltern oder Erzieher und Erzieherinnen: Alle sind hochmotiviert. Besonders vorbildlich finde ich, dass hier viel Wert auf Bewegung und gesunde Ernährung gelegt wird.«


Hans Christian Markert (Kita Schatzinsel, Neuss):
»Das leidenschaftliche Engagement der Erzieher und Erzieherinnen verdient mehr gesellschaftliche Anerkennung und eine bessere Bezahlung!«


Arif Ünal (Kita „Weltkinder“, Köln-Kalk):
»In dieser vorbildlichen Kita wird Mehrsprachigkeit als Stärke und nicht als Defizit verstanden und die Betreuung bilingual in deutsch-englisch und deutsch-türkisch angeboten. Ich würde es sehr begrüßen, wenn die natürliche Mehrsprachigkeit in den Kitas stärker gefördert und dieses Modell auch landesweit Nachahmer finden würde.«


Herbert Goldmann (Kita „Oase“, Fröndenberg):
»In dieser Kita und auch beim Kreisjugendamt Unna gibt es momentan kein Problem bei der Einhaltung der Quote für die U3-Betreuung. Jedoch nehme ich einige Ideen und Verbesserungsvorschläge, insbesondere zum Abbau bürokratischer Hürden und zur Verbesserung der Personalstruktur, mit in die Landtagsfraktion.«


Josefine Paul (Kita Kleine Wiese, Münster):
»Mein Besuch bei der Elterninitiative Kleine Wiese hat mir vor Augen geführt, wie vielfältig die Trägerlandschaft auch im Bereich der Kindertagesstätten ist. Diese Vielfalt gilt es auch meiner Sicht weiterhin zu erhalten und zu befördern. So kann auch auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Eltern und Kindern Rücksicht genommen werden. Klar ist für mich, dass für die individuelle Entwicklung der Kinder neben einem guten pädagogischen Konzept, gut ausgestattete Räume für Bewegung und Spiel, als auch ein angemessener Personalschlüssel wichtig ist. Neben dem weiteren Ausbau der notwendigen Kita-Plätze, werden unsere grünen Konzepte für ein neues Kindergartengesetz genau an diesen Stellschrauben ansetzen.«


Ruth Seidl (Kita Apfelbaum und Kindergarten St. Georg, Wassenberg):
»Ich war heute zu Gast in der Kita Apfelbaum und im Kindergarten St. Georg in Wassenberg. Beide Einrichtungen haben den U3-Ausbau vorbildlich umgesetzt. Es war ein großer Kraftakt für alle Beteiligten: Kita, Träger, Kommunen und Land. Und auch das Jugendamt im Kreis Heinsberg zieht insgesamt eine positive Bilanz der bisherigen Deckung des Bedarfs an U3-Plätzen. Auf dieses Ergebnis können alle stolz sein!«


Reiner Priggen (Kita Waldmeister, Aachen):
»Die KiTa Waldmeister besuchen derzeit 53 Kinder, davon 24 mit Förderbedarf. Fünf der Kinder sind unter drei Jahren, davon wiederum zwei Förderkinder. Seit 2008 ist die KiTa Waldmeister ein Familienzentrum. Im Anschluss an die Besichtigung habe ich mich in einer Gesprächsrunde über den Stand des U3-Ausbaus in Aachen, wo derzeit rund 37% Deckungsgrad erreicht sind, informiert. Unter Beteiligung u.a. der Leiterin, Bärbel Schröder-Krotz, des Lebenshilfe-Geschäftsführe<wbr />rs, Herbert Frings, einer Vertreterin des Jugendamtes der Stadt Aachen sowie einer Vertreterin des Elternbeirates haben wir die weiteren Perspektiven, aber auch noch bestehende Probleme erörtert.«


Dr. Birgit Beisheim (Kitas Regnitstrolche in Wesel und Kita Krümelkiste in Duisburg):
»Die Kindertageseinrichtung Reginstrolche e.V. verfügt über einen sehr hohen Standard. Auch wenn die gesetzliche Vorgabe des U3-Ausbaus in Wesel erreicht wurde, nehme ich mit, dass der Bedarf der Eltern an einer 45-Stunden-Betreuung größer ausfällt als im Vorfeld angenommen. Die Räumlichkeiten der Krümelkiste sind liebevoll hergerichtet und werden besonders von den Kindern zwischen 6 Monaten und 3 Jahren genutzt. Es war eine Freude zu sehen, wie fürsorglich die Kinder betreut wurden.«


Monika Düker und Stefan Engstfeld (Kita Kleiner Planet, Düsseldorf):

Monika Düker: »Es war schön heute zu sehen, wie gut bei den Kindertagesstätten der inklusive Ansatz funktioniert. Bei den Kleinsten in unserer Gesellschaft ist es zu einer Selbstverständlichkeit geworden, Kinder mit besonderem Förderbedarf von Anfang an in die Gemeinschaft zu integrieren. Das macht Mut auch für die Schulkinder das dicke Brett zu bohren.

Stefan Engstfeld: »Erzieherinnen und Erzieher leisten mit viel Begeisterung, Einsatz und Professionalität Tag für Tag einen grundlegend wichtigen Job für unsere Gesellschaft – das ist bei dem Besuch heute wieder deutlich geworden.«


Norwich Rüße (Kita "Die Arche", Hörstel):
» Bei meinem Besuch des Kindergarten "Die Arche" in Hörstel zeigte ine sehr engagierte Leiterin uns stolz die ganzen Einrichtung und die neu ausgebauten Räume für die U3-Betreuung. Der Kindergarten fühlte sich beim U3-Ausbau sehr gut unterstützt und sieht sich nun gewappnet für den wachsenden Anteil an Kindern unter drei Jahren in der Einrichtung. Interessant war, dass in diesem Kindergarten viel Wert darauf gelegt wird, Kinder zur Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zu erziehen. Das gilt für eher unangenehme Dinge wie Abwaschen oder Aufräumen genauso wie für die Entscheidung, was die Kinder unternehmen wollen. Ein wöchentlicher Kinderrat rundet das Ganze ab und wird von der Leitung mit seinen Wünschen auch ernst genommen«


Matthi Bolte (kidstown 2, Betriebskita der städtischen Kliniken Bielefeld, und Familienzentrum Ritterstraße, Minden):
»Ich war heute Morgen im "kidstown 2", der Betriebskita der städtischen Kliniken Bielefeld. Die Einrichtung hat ein flexibles Betreuungskonzept, was natürlich gerade den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Krankenhauses sehr entgegenkommt. Am frühen Nachmittag war ich dann in Minden im Familienzentrum Ritterstraße. Dort werden 65 Kinder aus 22 Nationen betreut. Sowohl in Minden als auch in Bielefeld wurde mir von den Jugendämtern bestätigt, dass der U3-Ausbau grundsätzlich bedarfsdeckend ist, wenngleich "kidstown" als ein sehr spezielles Angebot eine relativ lange Warteliste hat.«


Wibke Brems (Städtischen Kita Langertsweg, Gütersloh, und Integrative Kita Künsebeck, Halle):
»In der Kita Langertsweg sind die Kinder nicht mehr in starren Gruppen sondern haben die Möglichkeit, im Bewegungsraum, Atelier, Musikraum oder im Wald spielerisch zu lernen, daneben stehen eine Sprachwerkstatt und eine Bibliothek zur Verfügung. So wird ganz individuell gefördert und die Entwicklung unterstützt. Das Herz der integrativen Kita Künsebeck ist die Küche, in der jeden Tag frisch und gesund gekocht wird. Die Kita wird aktuell durch einen großen Anbau ergänzt, so dass ab Sommer die Betreuung von unter- und über-Dreijährigen ausgebaut wird. Bis dahin gehen Erzieherinnen und Kinder ganz gelassen und spontan mit den Einschränkungen durch die Baustelle um.«


Gudrun Zentis (Johanneskindergarten Siersdorf, Alsdorf):
"Eine große Kita, die mitten im Betrieb einen Um- und Ausbau gemeistert hat. Schöne große helle, schallgedämmte Räume, eine tolle Farbgestaltung zeichnen das äußere Bild der Einrichtung aus. In ehrenamtlicher Trägerschaft eines Vereins wird mit dem Team der ErzieherInnen eine großartige Bildungseinrichtung für unsere Jüngsten angeboten. In der viergruppigen Einrichtung werden aktuell 84 Kinder betreut. Ein Familienzentrum ergänzt die Einrichtung in Aldenhoven-Siersdorf."


Martin-Sebastian Abel (Evangelische Kita im Paul-Schneider-Haus, Erkrath):
"Es war ein total spannender Besuchstermin in der Kindertageseinrichtung im Paul-Schneider-Haus des ev. Familienzentrums Hochdahl in Erkrath - hier im Bild mit Kitaleiterin Frau Karalus, Pfarrer Müller und der Grünen Bundestagskandidatin des Kreises Mettmann, Ophelia Nick. Wir haben uns umfänglich über den U3-Ausbau und die Arbeit vor Ort informiert."


Martina Maaßen (Kita Kaiserpark, Schwalmtal):
"Im Gespräch mit den Verantwortlichen im Kreis Viersen und der Gemeinde Schwalmtal, sowie der Kitaleitung, der Verwaltungsleitung und den ElternvertreterInnen wurde deutlich, dass der zum Kindergartenjahr 2013/2014 erreicht Bedarfsdeckungsgrad von 33% zur Zeit ausreichend ist.
Besonders beeindruckt hat mich in der integrativen Kita Kaiserpark im Bethanien Familienzentrum in Schwalmtal, dass dort mit qualifiziertem Personal ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt wird.“


Rolf Beu MdL (Kita Spatzennest, Bonn):
"Der Besuch in der KiTa Spatzennest, einer Eltern-Initiative in Bonn, hat gezeigt, wie viel Arbeit sowohl die BetreuerInnen und TherapeutInnen, aber auch die Eltern in den Betrieb einer solchen Einrichtung stecken. Die Forderung, dass der Beruf der ErzieherIn mehr Anerkennung und Wertschätzung verdient, kann ich nur unterstützen. Nur so kann auch ausreichend qualifizierter und motivierter Nachwuchs gefunden und ausgebildet werden."


Arndt Klocke (Kita Kinderwelt, Köln):
»Der Termin in der evangelischen Kita „Kinderwelt“ in Köln-Longerich war hochinformativ. Das pädagogische Team arbeitet in modernen Räumlichkeiten sehr engagiert, aber auch an der Grenze seiner Kapazitäten. Im kommenden Kindergarten-Jahr werden weitere Plätze geschaffen, sodass insgesamt zwölf Kinder in der U3-Betreuung dort Platz finden.«

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