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Abgeordnete im Land unterwegs

GRÜNE Fraktion besucht die Feuerwehren vor Ort

Um sich über die Einsätze und Herausforderungen von Feuerwehren in NRW zu informieren, haben die Abgeordneten der GRÜNEN Fraktion verschiedene Feuerwehren in ihren Wahlkreisen besucht. Die Aktion wurde mit Hilfe des Verbandes der Feuerwehren in NRW organisiert. In Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit rund 80.000 ehrenamtliche und 13.000 hauptamtliche Feuerwehrleute. Nur durch ihr Engagement ist ein flächendeckender Feuerschutz in NRW möglich. Die Ergebnisse der Aktion werden wir in die Diskussion um die Novellierung des Feuerwehrgesetzes einfließen. Ein wichtiges Anliegen der Fraktion ist außerdem die Stärkung des Ehrenamts, denn ohne dieses Engagement würde die Feuerwehr, insbesondere im ländlichen Raum, nicht funktionieren.


Verena Schäffer:
»Vielen Dank an die Feuerwehren in Witten und Ratingen sowie die Kreisfeuerwehrzentrale Ennepe-Ruhr für den guten Austausch und die vielen Informationen. Bei allen Terminen würde das Ehrenamt angesprochen: Ohne die vielen Ehrenamtlichen würde es bei der Feuerwehr nicht gehen. Die Besuche haben aber auch deutlich gemacht, auf welchem hohen Niveau, sowohl was die Ausbildung als auch die Technik betrifft, die Feuerwehren in NRW arbeiten.«


Mehrdad Mostofizadeh:
»Bei strahlendem Sonnenstein besuchte ich zusammen mit den beiden Ratsmitgliedern Eva Weber und Tim Giesbert die im Jahr 2010 neu errichtete Feuerwache in Mülheim-Broich. Bei dem mehr als dreistündigen Besuch haben uns der Leiter der Wache, Herr Klein, und sein Stellvertreter einiges über die Strukturen der Feuerwehr, deren Nachwuchssorgen und die gute Kooperation mit der in Mülheim erst sehr jungen Freiwilligen Feuerwehr erläutert. Im Anschluss daran habe ich in meiner Heimatstadt Essen eine der größten Berufsfeuerwehren in NRW besucht. Dort wurde ich vom Chef Ulrich Bogdahn und seinem Stellvertreter Thomas Lembeck empfangen. Bogdahn, der gleichzeitig auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in NRW ist, machte auf die anspruchsvolle Arbeit der Nachwuchsgewinnung aufmerksam. Er mahnte eine angemessene Besoldung an.«


Jutta Velte:
»Nachwuchsgewinnung und Ehrenamt, das waren die zentralen Themen beim Besuch der Wermelskirchener Feuerwehr. Gerade der demografische Wandel und die Veränderung der Lebensstile, z.B. lange Arbeitszeiten, Arbeitsplätze nicht mehr vor der Haustür oder Wegzüge machen es insbesondere den freiwilligen Feuerwehren schwer, noch viele EhrenamtlerInnen zu finden. Die Wermelskirchener Feuerwehr ist dennoch nach dem neuen Brandschutzbedarfsplan gut aufgestellt. Dezernent Gräf berichtet von den Schwierigkeiten, die Feuerwehr unter den Bedingungen eines Nothaushalts angemessen auszustatten.«


Monika Düker, Stefan Engstfeld & Martin-Sebastian Abel:
»Zuerst besichtigten wir das Feuerlöschboot an der Bremer Straße im Düsseldorfer Hafen. Im Anschluss daran informierten wir uns in der Leitstelle der Düsseldorfer Feuerwehr auf der Hüttenstraße über Aufgaben, Aufbau und Struktur der Feuerwehr Düsseldorf, die Rettungsassistentenschule sowie das Notfallsanitäter- und das Rettungsdienstgesetz. Besondere Probleme bereitet derzeit die Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplans.«


Herbert Goldmann:
»Im Gespräch mit den Kräften von Feuerwehr und Rettungsdienst wurde deutlich, dass die Zusammenarbeit der einzelnen Feuerwehren im Kreis Unna außerordentlich gut funktioniert. Das dahinterstehende ehrenamtliche Engagement ist beeindruckend und hat meinen vollen Respekt. Die Anerkennung der unverzichtbaren Arbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst muss weiter gefördert werden und ich hoffe unsere Aktion trägt dazu auch ein wenig bei.«


Hans Christian Markert:
»Mit meinen Besuchen möchte ich zum einen das großartige bürgerschaftliche Engagement der Freiwilligen Feuerwehr in Kaarst würdigen und zum anderen das neu entwickelte Sicherheitskonzept der exzellent ausgebildeten und hochmotivierten Werksfeuerwehr der Currenta in Dormagen loben!«


Gudrun Zentis:
»Ich habe mich über die Feuerwehrstrukturen im Kreis Düren informiert. Das abgebildete Einsatzfahrzeug ist Vorreiter gewesen für Einsatzleitfahrzeuge im ganzen Land. Selbst die Landeshauptstadt Düsseldorf hat sich jüngst an diesem Fahrzeug orientiert, um Einsätze bei Großschadensereignissen besser koordinieren zu können.«


Ruth Seidl:
»Gemeinsam mit Maria Meurer habe ich die Feuerwehr-AG der katholischen Grundschule Birgelen besucht. Spannend zu sehen, wie engagiert hier schon die Kleinsten bei der Sache sind – tolles Projekt und herzlichen Dank für den netten Empfang.«


Reiner Priggen:
»In Herzogenrath, genau auf der Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden, konnte ich ein Stück europäischen Alltags mitverfolgen. Die niederländische Brandweer aus Kerkrade in Südlimburg und die freiwillige Feuerwehr aus Herzogenrath (Städteregion Aachen) arbeiten schon seit Jahren bei Brand- und Katastrophenfällen grenzübergreifend zusammen. Dabei lassen sie sich auch nicht von Sprachproblemen, unterschiedlichen Sondersignalen und Funktechnik beirren. Und was nicht passt, wird passend gemacht, wie ein selbst gemachter Adapter für die minimal unterschiedlichen Schlauchgrößen zeigt. Eine europäische Harmonisierung der unterschiedlichen Standards ist hier aber unbedingt notwendig!«


Ali Bas:
»Ich war zu Besuch bei der Feuer- und Rettungswache in Ahlen. Begleitet wurde ich vom Leiter der Wache Walter Wolf und Wolfram Schneider. Dort habe ich u.a. mit der Belegschaft über die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Feuerwehr und die interkulturelle Öffnung diskutiert. Außerdem sprachen wir über das Thema "zukünftige Attraktivität des Feuerwehr- und Rettungsdienstes.«


Matthi Bolte:
»Ich habe die Feuerwehr Bielefeld besucht. Auf dem Bild werde ich gerade fachgerecht für die Fahrt mit der Drehleiter verpackt.«


Wibke Brems:
»Ich durfte die Kreisfeuerwehrschule St. Vit besuchen und an der Höhenrettungsübung der Werkfeuerwehr von Miele teilnehmen. Die Feuerwehrleute leisten einen sehr wichtigen Job und bei der Werksfeuerwehr von Miele sind Spezialisten beschäftigt, die nicht nur auf dem eigenen Gelände, sondern auch in der Nachbarschaft und in der ganzen Stadt Gütersloh helfen.«


Birgit Beisheim:
»Uns ist es ein wichtiges Anliegen, die Feuerwehren bei der Bewältigung ihrer Aufgaben zu unterstützen. Die Akzeptanz und die Wertschätzung sind hoch, aber es wird zunehmend schwieriger Arbeitgeber zu finden, die den Einsatz der Frauen und Männer unterstützen.«


Dagmar Hanses:
»Die vielen ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer sind mit sehr viel persönlichem Engagement bei der Sache. Das ist absolut bewundernswert. Der Besuch bei der Feuerwehr Belecke und deren Jugendabteilung hat mir gezeigt, welch wertvolle Jugendarbeit dort geleistet wird.  Um Brandschutz im ländlichen Raum mit Ehrenamtlichen zu gewährleisten, bedarf es weiterhin der Unterstützung und Wertschätzung der örtlichen Arbeitgeber. Dies gelingt in Warstein bereits sehr gut.«
(Foto: Christian Clewing)


Martina Maaßen:
»Mit Kreisbrandmeister Herrn Riedel und dem Bürgermeister der Stadt Niederkrüchten, Herrn Winzen, hatte ich ein interessantes und aufschlussreiches Gespräch über den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr im ländlichen Raum und der Gewinnung von Nachwuchskräften. Die Leistungsfähigkeit und das hohe ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleute hat mich tief beeindruckt.«


Rolf Beu:
»Ich habe als Wunsch der Bonner Berufsfeuerwehr, u.a. eine Verbesserung der Ausbildung, möglichst in Form einer zweiten Landesfeuerwehrschule, mitgenommen.«

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