Artikel, Fluechtlinge, Onlinepublikationen, Slider

Fraktion vor Ort

Die GRÜNE Fraktion besucht Flüchtlingsunterkünfte

Die Unterstützung der Menschen, die vor Krieg und Elend nach NRW flüchten, ist ein zentrales Anliegen der GRÜNEN Landtagsfraktion. Ihnen Schutz und Versorgung zu bieten, hat für uns höchste Priorität. Möglich wird das aber nur durch den enormen Einsatz der Kommunen und der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer. Mit ihnen tauschen sich die Grünen Abgeordneten bei der in dieser Woche stattfindenden Aktion „Fraktion vor Ort“ aus, um sich aus erster Hand über die Probleme mit der Unterbringung und Unterstützungsmöglichkeiten für Geflüchtete zu informieren. Dabei besuchen sie kommunale und landeseigene Unterkünfte, Registrierungsstellen sowie private Flüchtlingsinitiativen und sprechen mit haupt- und ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützern sowie den Schutzsuchenden. Hier dokumentieren wir einige Beispiele:


 

Mehrdad Mostofizadeh (Essen): Der Fraktionsvorsitzende besucht die Erstaufnahme-Einrichtung Kutel: „Die Essener Einrichtung hat das Zeug zur Mustereinrichtung! Alle notwendigen Funktionen, wie Unterbringung, Registrierung und Antragstellung sind hier optimal abgestimmt. Wir erhoffen uns von dieser Einrichtung, dass es eine Vorbildfunktion erfüllen wird. Die Arbeiten zur Fertigstellung laufen auf Hochtouren. Dazu hatten wir ein sehr konstruktives und offenes Gespräch mit der Stadtspitze.“

Im Rathaus 

Bei Gesprächen im Rathaus zur aktuellen Lage in Düsseldorf

Turnhalle Düsseldorf

Flüchtlingsunterkunft in einer Düsseldorfer Turnhalle 

Wohnmodulanlage

Martin-Sebastian Abel, Monika Düker und Stefan Engstfeld vor der ersten Wohnmodulanlage nach "Düsseldorfer Modell"

Traglufthalle Düsseldorf

Unterbringung in einer Traglufthalle in Düsseldorf

Martin-Sebastian Abel, Monika Düker und Stefan Engstfeld (Düsseldorf): "In allen Unterkünften gibt es eine Vielzahl von EhrenamtlerInnen, die Hand in Hand mit den HauptamtlerInnen zusammen arbeiten. Nach wie vor ist die Hilfsbereitschaft in Düsseldorf groß und überall werden Hilfsangebote für Flüchtlinge gemacht. Sie reichen vom angebotenen Deutschkurs bis zum begleiteten Arztbesuch. Bis auf die Turnhalle der Universität sind alle Hallen in Düsseldorf wieder frei. Noch vor Weihnachten können alle Flüchtlinge‎ die kommunalen Notunterkünfte verlassen."


Gudrun Zentis in Linnich

Gudrun Zentis (2. von links) in der ehemaligen Polizeischule Linnich mit dem stellvertretenden Regierungspräsidenten Wilhelm Steitz (rechts). 

Gudrun Zentis (Linnich): „Die Räumlichkeiten für die Familien eignen sich gut, da jeder Raum über sanitäre Einrichtungen verfügt und die Familien ihre Räume einigermaßen wohnlich einrichten können und sich verantwortlich für die eigenen Räume fühlen. Die angedachte Zwischennutzung der ehemaligen Polizeischule als Flüchtlingsunterkunft ist ideal. Linnich steht zu bunt, das zeigte die Gegendemonstration in Linnich am Sonntag mit 1.800 Menschen."


Birgit Beisheim vor der Glückaufhalle Homberg

Dr. Birgit Beisheim (2. von rechts) vor der Flüchtlingsunterkunft in der Glückaufhalle in Homberg

Die Unterkünfte in der Glückaufhalle in Homberg

Dr. Birgit Beisheim (Duisburg-Homberg): „Große Notunterkünfte wie diese in der Glückaufhalle in Homberg sind eine absolute Notlösung, um den Schutzsuchenden kurzfristig eine Unterkunft zu bieten. Einige Menschen leben aber schon seit Wochen hier, deswegen müssen der Bürokratiestau beseitigt und Asylverfahren unbedingt beschleunigt werden.“


Karin Schmitt-Prony und Reiner Priggen in Würselen

Karin Schmitt-Promny (Mitte) und Reiner Priggen (rechts) vor der Erstaufnahmeeinrichtung in Würselen

Reiner Priggen MdL (Würselen): „Mich hat besonders beeindruckt, mit welchem Engagement sich das Deutsche Rote Kreuz für die Flüchtlinge in der Städteregion Aachen einsetzt. Der Mensch steht uneingeschränkt im Vordergrund. Bei Bedarf weiß man sich schützend vor die Flüchtling zu stellen, um unnötige Bürokratie und unzumutbare Zustände zu vermeiden.“

Karin Schmitt-Promny MdL (Würselen): „Die Stimmung in den Einrichtungen und bei den Anwohnern ist uneingeschränkt positiv und hat überhaupt nichts mit den negativen Kommentaren und Behauptungen bei Facebook zu tun. Hier zeigt sich jeden Tag aufs neue, dass wir diese Herausforderung gemeinsam schaffen werden.“


Arndt Klocke, Andrea Asch und Arif Ünal auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft in Köln-Chorweiler

Arndt Klocke, Andrea Asch und Arif Ünal auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft in Köln-Chorweiler

Andrea Asch MdL, Arndt Klocke MdL und Arif Ünal MdL (Köln-Chorweiler): „Wir haben die Flüchtlingsunterkunft des Landes in Köln-Chorweiler besucht und uns mit Geflüchteten sowie ehren- und hauptamtlichen HelferInnen der Johanniter sowie VertreterInnen der Bezirksregierung Köln über die Lage vor Ort ausgetauscht. Die Landesunterkunft, die momentan von über 800 Flüchtlingen bewohnt wird, darf nur bis Ende Januar 2016 genutzt werden. Bis dahin muss mit Hochdruck an der Containeranlage an der Alteburgerstraße in Köln-Bayenthal gearbeitet werden. Unser Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen HelferInnen, die hier wie überall in NRW trotz schwieriger Verhältnisse eine enorm wichtige Arbeit leisten.“


Manuela Grochowiak-Schmieding im Klinikum Detmold

Manuela Grochowiak-Schmieding im Klinikum Detmold

Manuela Grochowiak-Schmieding MdL (Detmold): "6000 Flüchtlinge wurden im letzten Jahr im Klinikum Detmold untersucht. Freiwillig geleistete Mehrarbeit ein bis zweimal in dt Woche von Administration, Pflege und Ärzteschaft macht es möglich. Tolles Engagement! Mit Herzblut dabei Frau Rethmeier-Hanke und Frau Schlepper. Nächste Woche werden extra bereit gestellte Räume bezogen und dann soll an 5 Tagen in der Woche die Erstuntersuchung stattfinden."


Jan-Niclas Gesenhues und Norwich Rüße MdL bei der Zentralen Registrierstelle für Flüchtlinge am Flughafen Münster/Osnabrück

Norwich Rüße MdL (Flughafen Münster/Osnabrück): „Ich bin beeindruckt, wie schnell diese Einrichtung durch die Bezirksregierung aufgebaut worden ist und mit welcher Ruhe und Systematik dort jetzt gearbeitet wird. Bei aller Kritik, die Politik und Verwaltung in den letzten Monaten über sich ergehen lassen mussten - diese Einrichtung ist ein Beweis dafür, dass unser Staat auch in schwierigen Situationen sehr wohl zu schnellem und richtigem Handeln in der Lage ist. Mit der kurz bevorstehenden Integration des BAMF wird zudem die Bearbeitung der Asylanträge von Flüchtlingen mit einer hohen Anerkennungswahrscheinlichkeit nochmals deutlich beschleunigt.“


Flüchtlingsunterkunft in Bonn-Dransdorf

St.Martins-Zug mit Flüchtlingskindern

Rolf Beu MdL (Bonn-Dransdorf): "Im Bonner Stadtteil Dransdorf haben heute schon die Mehrheit aller Kinder einen Migrationshintergrund. Dass die Integration funktioniert, zeigt deren Teilnahme am christlich begründeten Sankt-Martins-Fest, das fest zum traditionellen rheinischen Brauchtum im Jahreskreis gehört."


Mario Krüger im Gespräch mit dem DRK Leiter der Unterkunft Christoph Schlütermann und den Halternern Bündnisgrünen Anette Fleuster, Hermann Döbber, Maaike Thomas und Michael Zimmermann

In der Flüchtlingsunterkunft des Landes in Haltern

Mario Krüger MdL (Haltern): „Mein großer Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Helfern. Sie leisten hier in Haltern am See wie überall in Nordrhein-Westfalen enorm wichtige Arbeit. Es freut mich, wie viele Menschen sich mit Geflüchteten solidarisieren und sich engagieren, indem sie Flüchtlinge willkommen heißen, Deutschkurse anbieten oder in Unterkünften mitanpacken."


 

Hans Christian Markert MdL (Neuss): „Ich habe am Mittwoch gemeinsam mit dem Neusser Bürgermeister Reiner Breuer (links) und Dirk Witte vom Integrationsbüro der Stadt Neuss (Mitte) eine Flüchtlingsunterkunft besucht. Wöchentlich kommen mehr als 100 neue Flüchtlinge nach Neuss, für die nun dauerhafter Wohnraum geschaffen werden muss. Hier gibt es wenig Freistand."


Jutta Velte mit HelferInnen in der Flüchtlingsunterkunft in Mülheim-Saarn

Die Unterkünfte in Holzbauweise in Mülheim-Saarn

Jutta Velte MdL (Mülheim-Saarn): "Alle reden von Holzhäusern, Mülheim hat sie schon. Weil ein findiger Mülheimer Unternehmer und die Stadt eine gute Idee hatten."


Dagmar Hanses bei der Zentralen Unterbringungseinrichtung in Rüthen

Dagmar Hanses MdL (Rüthen): „Insbesondere beeindruckt hat mich das unglaublich große Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit deren Unterstützung eine positive Willkommenskultur vor Ort wirklich gelebt wird.“


 

Stefan Engstfeld (Geilenkirchen): „Hier werden an fünf unterschiedlichen Orten in insgesamt acht Kursen Deutsch für Flüchtlinge angeboten. Meine Kollegin Ruth Seidl und ich durften im Jugendtreff "ZILLE" der evangelischen Kirchengemeinde dem Unterricht beiwohnen, der ehrenamtlich gestaltet wird. Der Kurs war gut besucht von Flüchtlingen aus Syrien, Iran, Eritrea und anderen Ländern. Beeindruckend, was hier an so wichtiger Arbeit geleistet wird - diese Sprachkurse sind das A & O für eine gelingende Integration.“


Dr. Ruth Seidl MdL und Stefan Engstfeld MdL (Geilenkirchen): „Unterbringung und Integration können nur vor Ort gelingen. Bei unseren Besuchen in verschiedenen Flüchtlingsunterkünften in Geilenkirchen konnten wir uns ein Bild davon machen, dass sowohl die Stadt wie auch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer alle möglichen Kraftanstrengungen unternehmen, um die Flüchtlinge angemessen unterzubringen und mit allem Notwendigen auszustatten. Für Familien stehen kleine Wohneinheiten zur Verfügung, in denen insbesondere die Kinder im familiären Umfeld gute Bedingungen vorfinden. Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist nach wie vor großartig: von der Kleiderstube über Freizeitangebote und Deutschkurse ziehen hier alle an einem Strang. Dieses unermüdliche Engagement verdient unseren großen Respekt und unsere Anerkennung. Ein herzlicher Dank gilt auch Bürgermeister Georg Schmitz und Yvonne Wolf von der Stadt Geilenkirchen, die oft auch unbürokratisch vieles möglich machen.“

Diese Seite drucken